Iran droht mit «Überdenken» der Kooperation
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 08:58 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Nov 2006 / 20:35 Uhr

Moskau - Der Iran hat für den Fall der Verabschiedung einer UNO-Resolution zu seinem Atomprogramm damit gedroht, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu überprüfen.

Laridschani weilt momentan in Moskau.
Laridschani weilt momentan in Moskau.
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Der von den Europäern vorgelegte Entwurf für eine UNO-Resolution sei inakzeptabel, sagte Teherans Chefunterhändler Ali Laridschani gemäss russischen Nachrichtenagenturen in Moskau.

Laridschani traf dort mit dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow und dem Chef des russischen Sicherheitsrats Igor Iwanow zusammen. Sie führten Gespräche über die festgefahrenen Verhandlungen im Atomstreit.

Laridschani betonte, Iran werde an der Weiterentwicklung der Atomkraft auch dann festhalten, wenn die russischen Vorschläge in den Resolutionsentwurf einflössen.

Es müsse «ein logischer Weg» zur Lösung des Streits gefunden werden. Teheran stehe dem russischen Kompromissvorschlag weiterhin offen gegenüber, für das iranische Atomprogramm benötigtes Uran in russischen Fabriken anreichern zu lassen. «Der Vorschlag bleibt auf dem Verhandlungstisch», betonte Laridschani.

Russland will eine diplomatische Lösung

Lawrow sprach sich erneut für eine diplomatische Lösung des Streits aus. Moskau will auch wegen seiner Beteiligung am Bau des zivilen Atomkraftwerks Buschehr eine Konfrontation vermeiden.

Ein informelles Treffen von Vertretern der fünf ständigen UNO-Sicherheitsratsmitglieder (China, USA, Frankreich, Grossbritannien, Russland) und Deutschlands in New York zu einer Iran-Resolution endete am Donnerstag erneut ohne Annäherung.

Im August hatte Teheran ein in der Resolution 1696 gesetztes Ultimatum zum Stopp der Urananreicherung verstreichen lassen. Die UNO berät seit Wochen über eine Entschliessung mit Sanktionen gegen Teheran.

Moskau und Peking lehnen den Entwurf der europäischen Verhandlungsführer aber als zu weit gehend ab. Russland will bestimmte Massnahmen aus dem Sanktionskatalog streichen. Dazu gehören geplante Reiseverbote für Mitglieder der iranischen Führung und das Einfrieren iranischer Gelder im Ausland.

(smw/sda)

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