Iran droht mit weltweiter Energiekrise
publiziert: Sonntag, 4. Jun 2006 / 17:16 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Jun 2006 / 01:01 Uhr

Teheran - Die iranische Führung hat die USA vor einer weltweiten Energiekrise für den Fall eines Militärschlages gegen iranische Nuklearanlagen gewarnt. Dies machte das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, klar.

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Sollten die USA einen «falschen Zug» machen, werde die Energieversorgung aus der Region «ernsthaft gefährdet», sagte Chamenei während einer Rede vor mehreren tausend Menschen südlich von Teheran. Anlass der Rede war der 17. Todestag von Revolutionsführers Ajatollah Khomeini. Der grösste Teil des iranischen Erdöls wird über die Strasse von Hormus im Persischen Golf exportiert. Der Iran hatte mehrfach gedroht, den Seeweg im Falle einer Militäroperation zu blockieren.

USA bleiben gelassen

US-Aussenministerin Condoleezza Rice reagierte gelassen und empfahl, den Drohungen nicht zu viel Bedeutung beizumessen. Der Iran sei sehr abhängig von seinen Einkünften aus Erdölverkäufen, sagte Rice in einer Talk-Show des US-Fernsehsenders Fox News. Rund 80 Prozent des iranischen Haushaltes stammten vom Erdöl und damit entstünde für das Land ein sehr ernsthaftes Problem, wenn es die Öllieferungen stoppen würde.

Nicht auf Fortschritte verzichten

Chamenei rief sein Land zur Standfestigkeit im Atomstreit auf. Der Iran dürfe angesichts von «feindlichen Drohungen» und «Bestechungsangeboten» nicht auf «wissenschaftliche Fortschritte» verzichten, sagte er in der vom iranischen Fernsehen übertragenen Rede. Teheran hatte im Streit um sein Programm zur Urananreicherung eine genaue Prüfung der jüngsten Vorschläge des Westens zugesagt. Ein Kompromiss bei den Forderungen der internationalen Gemeinschaft wurde jedoch abgelehnt.

Solana soll nach Teheran

Einzelheiten des Vorschlags sind nicht bekannt. Der EU- Aussenbeauftragte Javier Solana will diese Vorschläge demnächst in Teheran erläutern.

Die USA und andere Staaten werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Sie verlangen insbesondere, dass die Regierung ihr Programm zur Anreicherung von Uran aufgibt.

Der Iran hat die Vorwürfe zurückgewiesen und will am Programm festhalten.

(ht/sda)

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