Iran geht verstärkt gegen Oppositionelle vor
publiziert: Dienstag, 28. Feb 2012 / 11:42 Uhr

Berlin - Die Regierung im Iran hat vor der Parlamentswahl am Freitag die Verfolgung Oppositioneller deutlich verschärft. Das schreibt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem Am Dienstag veröffentlichten Bericht.

3 Meldungen im Zusammenhang
Proteste wie nach der Präsidentenwahl 2009 sollten offensichtlich mit allen Mitteln verhindert werden. «In den vergangenen Monaten mussten wir im Iran eine regelrechte Verhaftungswelle beobachten», sagte Iran-Experte Dieter Karg.

Verhaftet wurden nach Angaben von Amnesty «Anwälte, Studenten, Journalisten, Oppositionspolitiker und ihre Familien, aber auch Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten, Filmregisseure, Schauspieler und Menschen, die Kontakte ins Ausland haben».

Der Iran ziehe die Grenzen des «politisch und sozial akzeptierten Verhaltens» immer enger. «Jeder, der diese Grenzen überschreitet, steht mit einem Fuss im Gefängnis», erklärte Karg.

Neue Überwachungsmassnahmen

Die iranischen Behörden hätten auch neue Überwachungsmassnahmen eingeführt. «Eine neu geschaffene Cyber-Polizei zwingt seit vergangenem Monat die Besitzer von Internetcafés, Überwachungskameras zu installieren und die Identität der Internet-User festzuhalten», berichtete Amnesty.

Gleichzeitig stieg die Zahl der öffentlich vollstreckten Todesurteile im Iran. Im vergangenen Jahr seien viermal mehr Menschen öffentlich hingerichtet worden als 2010, berichtete Amnesty. «Mit all diesen Massnahmen will das iranische Regime offensichtlich ein Klima der Angst schaffen, um jegliche Proteste im Zusammenhang mit den Wahlen im Keim zu ersticken.»

Proteste blutig niedergeschlagen

Nach der Präsidentenwahl 2009 hatte es im Iran wochenlange Demonstrationen gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gegeben. Es waren die grössten Protesten seit der Islamischen Revolution vor mehr als 30 Jahren. Die Proteste wurden niedergeschlagen, dutzende Menschen getötet und mehrere hundert inhaftiert.

Bei der Parlamentswahl am Freitag ringen 3444 Kandidaten um die 290 Parlamentssitze. Rund 48 Millionen Iraner sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Ein Teil der reformorientierten Opposition rief zum Boykott der Wahl auf.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran/Berlin - Iranische Regierungsvertreter haben am Sonntag bestätigt, dass Regierungsbehörden und Ämter ... mehr lesen
Laut Angaben der Regierungsvertreter soll das neue Netzwerk bis zum März 2013 im ganzen Land zum Einsatz kommen.
Präsident Mahmud Ahmadinedschads Partei muss voraussichtlich eine empfindliche Wahlniederlage hinnehmen.
Teheran - Bei der Parlamentswahl im Iran stehen die Gegner von Präsident Mahmud ... mehr lesen 1
Der iranische Wächterrat hat fast 2000 Kandidaten von der Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen ausgeschlossen. Ein Sprecher des Kontrollgremiums erklärte am Dienstag, von 5395 Bewerbern hätten 3444 eine Zulassung erhalten. mehr lesen 
Schlechte...
Meldung! Zumindest für jene Israel/USA -Basher die im Iran immer noch den Stabilisator des Nahen Ostens sehen. Bezeichnend ist, dass gerade diese Israel/USA-Basher jene sind, die schon früher auf den Ostblock setzten, mit dem bekannten Schlussresultat. Schön, ganz schön, dass diese nochmals in Sache Iran kräftig auf die Nase fallen.
Nur, um daraus etwas zu lernen, dazu reicht es nicht!
Pedro Sánchez.
Pedro Sánchez.
Spanien  Madrid - Der Wirtschaftsexperte Pedro Sánchez will die spanischen Sozialisten (PSOE) als neuer Parteichef und Oppositionsführer aus der Krise führen. Der 42-jährige Parlamentsabgeordnete wurde am Samstag in Madrid zum Nachfolger von Alfredo Pérez Rubalcaba ernannt. 
«Verlierer» Eduardo Madina war mit grösserer Erfahrungen ins Wahlrennen gestiegen. (Archivbild)
«Schöner Pedro» wird neuer Parteichef von Spaniens Sozialisten Madrid - Der Madrider Abgeordnete Pedro Sánchez wird neuer Parteichef der spanischen Sozialisten (PSOE). Der ...
Ende der politischen Krise  Bagdad - Der höchste schiitische Geistliche im Irak hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki indirekt ...  
Nuri al-Maliki verharrt auf seinem Posten.
Der Kandidat hat seit gestern eine eigene Facebook-Seite
Kurde Fuad Masum neuer Staatspräsident in Irak Bagdad - Nach monatelangem Tauziehen hat der Irak einen neuen Präsidenten. Das Parlament wählte am Donnerstag den kurdischen ...
Titel Forum Teaser
  • HeinrichFrei aus Zürich 337
    Wer Frieden will darf kein Kriegsmaterial exportieren Krieg in Syrien, im Irak, in Libyen und jetzt im Gazastreifen. Wir ... gestern 21:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2326
    In... Ländern mit einer ordentlichen Regierung und einer funktionierenden ... gestern 11:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2326
    Beim... einseitigen Abkopplungsplan hatte Israel damals gesagt: "gebt den ... gestern 10:52
  • jorian aus Dulliken 1466
    Die US of A...... ...... ist keine Demokratie. Warum werden wir überall ... gestern 07:25
  • jorian aus Dulliken 1466
    Kalkül der US of A Die US of A haben in etwa gewusst was nach den Regierungswechseln in ... gestern 07:22
  • jorian aus Dulliken 1466
    Haben die US of A .... ... auf das falsche Pferd gesetzt? Die Folterungen nahmen seit dem ... Sa, 26.07.14 20:13
  • kubra aus Port Arthur 3000
    Die Aussies sind immer wieder erstaunlich direkt. Während sich die EU versucht, ... Sa, 26.07.14 00:10
  • kubra aus Port Arthur 3000
    Streiten Sie sich nicht mit dem Troll, Cassey. Der Nachfolger des zurückgetretenen ... Sa, 26.07.14 00:02
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 14°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Basel 12°C 18°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
St.Gallen 16°C 21°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 15°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Luzern 15°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 15°C 22°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Lugano 17°C 24°C bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten