Iran greift Kurdengebiete im Irak an
publiziert: Samstag, 2. Mai 2009 / 12:48 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Mai 2009 / 16:56 Uhr

Suleimanija - Iranische Helikopter haben drei kurdische Dörfer im Norden Iraks bombardiert. Laut einem Verantwortlichen der irakischen Grenzwächter galt der Angriff iranisch-kurdischen Separatisten. Berichte über Verletzte oder gar Tote gab es nicht.

Iranische Helikopter bombardierten kurdische Gebiete im Irak. (Archivbild)
Iranische Helikopter bombardierten kurdische Gebiete im Irak. (Archivbild)
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Die Dörfer Kani Saif, Jomarasi und Kara Sozi im Distrikt Penjwin seien am frühen Samstagmorgen zuerst von iranischer Artillerie beschossen worden. Danach hätten drei Kampfhelikopter die Dörfer ins Visier genommen, sagte der Grenzwächter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Ziel der Angriffe seien Kämpfer der Pejak gewesen, einer kurdisch-iranischen Widerstandsbewegung, die ihr Rückzugsgebiet im Irak hat. Nach Angaben des Fernsehsenders Al-Arabija war es das erste Mal, dass dieses Gebiet von den Iranern aus der Luft angegriffen wurde.

Erst am Freitag hatten Beamte in der nordirakischen Kurdenprovinz Suleimanija erklärt, die iranische Armee habe am Mittwochabend im Bezirk Sarawan unweit der Grenze mehrere Dörfer unter Beschuss genommen. Es sei grosser Sachschaden entstanden.

Die türkische Luftwaffe fliegt des öfteren Angriffe auf Ziele vor allem der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak. Die PKK kämpft seit Anfang der 80er Jahre für eine Unabhängigkeit oder grössere Autonomie der Kurdengebiete.

(smw/sda)

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