Iran macht weiter mit Urananreicherung
publiziert: Freitag, 27. Okt 2006 / 16:15 Uhr

Teheran - Der Iran hat erstmals seine neue Zentrifugen-Kaskade mit Uranhexafluorid befüllt. Das Gas sei diese Woche in die Zentrifugen eingeleitet worden, sagte ein Regierungsvertreter der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

Die Kernforschung diene ausschliesslich der Stromerzeugung, beteuert die iranische Führung.
Die Kernforschung diene ausschliesslich der Stromerzeugung, beteuert die iranische Führung.
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Im Forschungszentrum Natans hätten Techniker bereits angereichertes Uran produziert, hiess es weiter. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien sei über den gesamten Prozess informiert worden. Eine offizielle Bestätigung durch die iranische Regierung lag nicht vor.

Die iranische Führung hatte erst am Mittwoch bestätigt, dass sie allen Mahnungen des UNO-Sicherheitsrats zum Trotz vor zwei Wochen eine zweite Kette von Zentrifugen installieren liess. Die kaskadenförmig geschalteten Zentrifugen dienen der Anreicherung von Uran.

Dieses kann dann je nach Anreicherungsgrad in Atomkraftwerken oder zum Bau von Atomwaffen eingesetzt werden. Der Iran bestreitet Vorwürfe, mit seinem Atomprogramm nach Massenvernichtungswaffen zu streben. Die Kernforschung diene ausschliesslich der Stromerzeugung.

UNO-Sicherheitsrat berät über neue Resolution

Die Veto-Mächte im UNO-Sicherheitsrat beraten derzeit über eine neue Resolution, die das Land wegen seiner starren Haltung im Atomstreit mit Sanktionen belegen würde. Der Islamischen Republik drohen Sanktionen, weil sie im August eine Frist zum Einlenken verstreichen liess.

Ein Resolutionsentwurf Frankreichs, Grossbritanniens und Deutschlands ist bei den USA und Russland jedoch auf Vorbehalte gestossen. Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats USA, Russland, Grossbritannien, Frankreich und China sowie Deutschland sind um eine Beilegung des Atomstreits mit dem Iran bemüht.

(smw/sda)

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