Iran reagiert durchzogen
publiziert: Dienstag, 6. Jun 2006 / 13:05 Uhr

Teheran - Das Angebot der UNO-Vetomächte und Deutschlands zur Beilegung des Atomstreits stellt den Iran nicht vollständig zufrieden.

Ayatollah Ruhollah Khomeini, der geistige Führer Irans.
Ayatollah Ruhollah Khomeini, der geistige Führer Irans.
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Laut Chefunterhändler Ali Laridschani enthält es Punkte, die gestrichen werden müssten.

«Die Vorschläge führen einige positive Schritte auf und einige Zweideutigkeiten, die beseitigt werden müssen», sagte Laridschani in Teheran nach einem Treffen mit EU-Chefdiplomat Solana.

Entlastung

Laridschanis Äusserung, wonach die Vorschläge auch positive Punkte beinhalteten, sorgte am Ölmarkt kurzzeitig für etwas Entlastung. Einzelheiten des Angebots wurden noch nicht veröffentlicht.

Kurz vor der Vorlage des neuen westlichen Angebots hat der Iran im Streit über sein Atomprogramm mit Ölentzug gedroht. «Bei einem falschen Schritt ist der Energiefluss ernsthaft gefährdet», sagte Ajatollah Ali Chamenei.

Eigenes Atomprogramm

«Wir sind nationalen Interessen verpflichtet, und wer immer sie bedroht, wird die Heftigkeit der Wut dieser Nation erleben», erklärte das geistliche Oberhaupt des Irans in einer Rede zum Jahrestag des Tods von Ajatollah Ruhollah Khomeini, dem Gründer der Islamischen Republik.

Der Westen will die Islamische Republik zu einem vollständigen Verzicht auf ein eigenes Atomprogramm bewegen. Ein Streitpunkt ist vor allem die Urananreicherung. Je nach Grad der Anreicherung kann Uran sowohl für zivile Zwecke als auch zum Bau von Atomwaffen verwendet werden.

Der Westen befürchtet, dass die Regierung in Teheran unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung ein solches Arsenal aufbauen will. Der Iran hat dies stets zurückgewiesen.

(bsk/sda)

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