Iran reagiert nicht auf «Anreiz-Paket»
publiziert: Freitag, 2. Jun 2006 / 17:54 Uhr

Washington - Nach monatelangen Gesprächen haben sich die fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland im Atomstreit auf ein gemeinsames Angebot an den Iran geeinigt.

Erst nachdem der Iran die Anreicherung von Uran gestoppt hat, will sich die USA zu Gesprächen bereit zeigen.
Erst nachdem der Iran die Anreicherung von Uran gestoppt hat, will sich die USA zu Gesprächen bereit zeigen.
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Die Führung in Teheran reagierte nicht auf die Erklärung von Wien.

Die Aussenminister der sechs Länder hätten «weitreichende Vorschläge» als Gesprächsgrundlage mit dem Iran erarbeitet, sagte die britische Chefdiplomatin Margaret Beckett am Donnerstagabend in Wien.

Einzelheiten über die Einigung wollte die britische Aussenministerin nicht nennen. Das europäische Verhandlungstrio aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien sei bereit, wieder mit dem Iran zu verhandeln, wenn die islamische Republik kein Uran mehr anreichere und aufbereite, sagte Beckett in Wien.

«Weitere Schritte» im Sicherheitsrat

Sollte die iranische Führung nicht darauf verzichten, würden «weitere Schritte» im Sicherheitsrat der UNO folgen. Darin seien sich die fünf ständigen Ratsmitglieder und Deutschland einig. Einzelheiten wollte Beckett nicht nennen; zunächst solle das Angebot der iranischen Regierung unterbreitet werden.

China und Russland hatten Strafen gegen den Iran bislang abgelehnt. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte, die fünf ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat und Deutschland hätten den Einsatz von Gewalt gegen den Iran «unter allen Umständen» ausgeschlossen.

Keine offizielle Reaktion Teherans

Eine offizielle Reaktion Teherans steht noch aus. Das staatliche Fernsehen bezeichnete das Treffen von Wien nur als «viel Lärm um nichts». Mehrere Sprecher, darunter Aussenminister Manuchehr Mottaki, hatten am Donnerstag einen Stopp der Urananreicherung als Vorbedingung Verhandlungen mit den USA abgelehnt.

(Meldung aktualisiert)

(smw/sda)

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