Iran schlägt Frankreich gemeinsame Urananreicherung vor
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 11:57 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 13:19 Uhr

Paris - Der Iran hat Frankreich vorgeschlagen, sich an der Urananreicherung im Iran zu beteiligen. Mit der Schaffung eines «Konsortiums zur Produktion angereicherten Urans im Iran» könne man den Konflikt um das Teheraner Atomprogramm aus der Sackgasse bringen.

Frankreich setzt auf Ergebnisse. Bild: Nuklearanlage in Isfaha/Iran.
Frankreich setzt auf Ergebnisse. Bild: Nuklearanlage in Isfaha/Iran.
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Dies sagte der Vizedirektor der Iranischen Energieagentur, Mohammad Saidi, dem französischen Radiosender «France Info». Der Westen will Teheran von einer eigenen Urananreicherung abhalten, weil er eine atomare Aufrüstung der Islamischen Republik befürchtet.

«Wir schlagen Frankreich vor, ein Konsortium zur Produktion angereicherten Urans zu bilden. Auf diese Weise könnte Frankreich über die Gesellschaften Eurodif und Areva unsere Tätigkeit spürbar kontrollieren», sagte Saidi.

Kein Kommentar aus Paris

Das französische Aussenministerium kommentierte den Vorschlag nicht. Ein Ministeriumssprecher sagte lediglich, für Frankreich seien die Ergebnisse wichtig, die EU-Chefdiplomat Javier Solana und der iranische Chef-Unterhändler Ali Laridschani bei ihren Gesprächen erzielten.

Ein Sprecher des staatlichen Nuklearkonzerns Areva sagte, der Vorschlag sei dem Konzern nicht bekannt und es gebe keine Verhandlungen. So ein Plan wäre ohnehin ein politisches Projekt, sagte er.

Der französische Staatskonzern Areva ist der führende integrierte Atomtechnikkonzern der Welt. Er ist Hauptaktionär der Gesellschaft zur Urananreicherung Eurodif.

(fest/sda)

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