Iran schlägt Obergrenze vor
publiziert: Samstag, 27. Mai 2006 / 08:48 Uhr

New York - Im Atomstreit mit der UNO hat der Iran vorgeschlagen, sein Uran nur bis zu einem Grad anzureichern, der für den Bau einer Atombombe nicht ausreicht.

Dschawad Sarif sucht weiter nach einem Kompromiss mit der UNO.
Dschawad Sarif sucht weiter nach einem Kompromiss mit der UNO.
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Die Obergrenze sollte unter zehn Prozent liegen, sagte der iranische UNO-Botschafter Dschawad Sarif.

Weitere Massnahmen sollten dann sicherstellen, dass das angereicherte Uran nicht erneut angereichert werden könne, schlug Sarif während eines Essens in seiner New Yorker Residenz vor.

Der Iran hatte im April erstmals bekanntgegeben, Uran angereichert zu haben. Im Mai hatte das Land dann mitgeteilt, bei einem Anreicherungsgrad von 4,8 Prozent angekommen zu sein. Weiter wolle es jedoch nicht gehen, hiess es damals.

Möglichkeiten werden ausgelotet

Je nach Anreicherungsgrad kann Uran als Reaktorbrennstoff zur Stromerzeugung oder für Atombomben eingesetzt werden.

Der Westen verdächtigt die Führung in Teheran, heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran dagegen bekräftigt, allein an einer zivilen Nutzung interessiert zu sein.

Die fünf Veto-Mächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland beraten derzeit über Möglichkeiten, das Land zum Verzicht der Urananreicherung zu bewegen.

(rr/sda)

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