Iran verschiebt Atom-Gespräche
publiziert: Montag, 13. Feb 2006 / 14:01 Uhr

Teheran - Iran hat die für diese Woche geplanten Verhandlungen mit Russland über einen Kompromissvorschlag im Streit um sein Atomprogramm verschoben.

Iran will die Siegel der Atombehörde entfernen. (Archivbild)
Iran will die Siegel der Atombehörde entfernen. (Archivbild)
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«Die Gespräche mit Russland sind nicht abgesagt, aber über den Termin sollte diskutiert werden», sagte ein Regierungssprecher in Teheran.

Russland hat vorgeschlagen, die Urananreicherung für Iran zu übernehmen, um sicherzustellen, dass Teheran kein atomwaffentaugliches Uran herstellt.

Der Sprecher bekräftigte indes die Haltung der iranischen Regierung, dass der russische Vorschlag nur als Zusatz zu den Uranarbeiten im eigenen Land akzeptabel sei.

Sicherheitsrat eingeschaltet

Auf Druck vor allem der Europäischen Union und der USA hatte kürzlich die Internationale Atomenergiebehörde IAEA beschlossen, den UNO-Sicherheitsrat in den Streit einzuschalten.

Iran kündigte daraufhin an, seine Arbeiten zur Urananreicherung wieder aufzunehmen und keine unangemeldeten Kontrollen der UNO- Atombehörde mehr zuzulassen. Am Wochenende drohte die Islamische Republik zudem mit dem Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag.

Iran weist Vorwürfe zurück, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Das Atomprogramm diene lediglich der Energiegewinnung.

Siegel sollen entfernt werden

Unterdessen hat die iranische Regierung die letzten Vorbereitungen für eine Wiederaufnahme der Urananreicherung bestätigt. In Natans und Isfahan sollten «heute oder morgen» die Siegel und Überwachungskameras der IAEA entfernt werden.

Die Siegel und Kameras würden unter Aufsicht von zwölf IAEA- Inspektoren entfernt, die «kürzlich im Iran eingetroffen» seien, berichtete die die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise. Die Entsiegelung sei erforderlich, um die Urananreicherung «technisch zu ermöglichen».

Diplomaten am Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien hatten kurz zuvor ebenfalls erklärt, der Iran habe mit den Arbeiten zur Urananreicherung begonnen. Demnach hätten Techniker damit begonnen, in einige Zentrifugen in der Forschungsanlage Natans Gas einzuleiten.

(rr/sda)

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