Iran weist IAEA-Frist für Offenlegung von Atomprogramm zurück
publiziert: Samstag, 13. Sep 2003 / 20:22 Uhr

Teheran - Iran hat die von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gesetzte Frist zur Offenlegung seines Atomprogramms bis Ende Oktober energisch zurückgewiesen.

Der Iran hat erwartungsgemäss die geforderte Offenlegung des Atomprogrammes zurückgewiesen.
Der Iran hat erwartungsgemäss die geforderte Offenlegung des Atomprogrammes zurückgewiesen.
Die westlichen Staaten im IAEA-Gouverneursrat hätten unrechtmässige, illegale und nicht praktizierbare Forderungen an Teheran gestellt, sagte Irans Botschafter bei der IAEA, Ali Akbar Salehi, am Samstag der Nachrichtenagentur IRNA.

Salehi wies die Resolution als politisch zurück. Die USA, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland als Verfechter der Resolution nannte er extremistische Länder.

Sollte der Streit weiter eskalieren, könnte sein Land vielleicht den Atomwaffensperrvertrag aufkündigen, sagte Salehi dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Russland hatte zuvor Iran gemahnt, die Resolution einzuhalten. Das ist kein Ultimatum, sondern ein ernster und respektvoller Aufruf zur Zusammenarbeit, sagte Vize-Aussenminister Sergej Kislijak am Samstag der Nachrichtenagentur Interfax.

IAEA-Generaldirektor Mohamed el Baradei hatte Iran vor den möglichen Konsequenzen einer Verletzung des Atomwaffensperrvertrags gewarnt. Bei Nichteinhalten der Frist drohen Iran möglicherweise UNO-Sanktionen.

(tr/sda)

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