Iranische Studenten sagen Gedenk-Kundgebungen ab
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2003 / 22:18 Uhr

Teheran - Iranische Studentenführer haben Gedenk-Kundgebungen für die Proteste am 9.Juli 1999 abgesagt. Kurz nach der Pressekonferenz wurden drei Studentenführer laut Augenzeugen von Männern in Zivil gefasst und weggebracht.

Die Sicherheitskräfte hätten geplant, hart gegen Demonstranten vorzugehen.
Die Sicherheitskräfte hätten geplant, hart gegen Demonstranten vorzugehen.
Die Sicherheitskräfte hätten geplant, hart gegen Demonstranten vorzugehen, sagte ein Studentenführer. Wir wollten der Bewegung nicht schaden und diesen hohen Preis zahlen, sagte er. Die Behörden haben Versammlungen ausserhalb der Universitäten verboten, Studentenunterkünfte geschlossen und Prüfungen verschoben.

Damit sollte verhindert werden, dass die jüngsten Proteste von Anfang Juni wieder aufflammen. Milizen der Staatsführung hatten die Proteste, die sich gegen die geistliche Führung des Landes unter Ayatollah Ali Chamenei richteten, gewaltsam niedergeschlagen. Rund 4000 Menschen waren festgenommen worden, 2000 sind noch in Haft.

Einer der später festgenommenen Studentenführer hatte unter anderem die mangelnde Pressefreiheit in Iran kritisiert und beklagt, dass die geplanten Reformen zum Stillstand gekommen seien. Nach seinen Worten sollen die Gedenk-Veranstaltungen zu Beginn des Studienjahrs im September stattfinden.

Bei den Protesten 1999 hatten sich die grössten Kundgebungen in Iran seit dem Sturz des Schahs und der Machtübernahme der Mullahs 1979 entwickelt. Damals wurde mindestens ein Student erschossen und Hunderte verletzt oder festgenommen. Fünf Tage lang war es daraufhin zu Massenprotesten gekommen.

Aus Protest gegen das Demonstrationsverbot in Iran versammelten sich am Mittwoch in Europa und den USA iranische Oppositionelle, wie ein Sprecher des Nationalen Widerstandsrates in Berlin mitteilte.

In Genf nahmen 200 Exiliranerinnen und Exiliraner vor dem UNO-Sitz in Genf an einer Kundgebung teil. In Bern demonstrierten rund 60 Personen gegen die Islamische Republik.

(bert/sda)

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