Iranischer Atomunterhändler in Moskau
publiziert: Samstag, 11. Nov 2006 / 17:56 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Nov 2006 / 22:31 Uhr

Moskau - Russland und der Iran wollen an einer Wiederaufnahme der Gespräche über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik arbeiten. Das teilten russische Nachrichtenagenturen mit.

Der Iran werde laut Laridschani nicht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie verzichten.
Der Iran werde laut Laridschani nicht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie verzichten.
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«Es gibt eine Übereinkunft, dass unsere Kontakt fortgesetzt und wir daran arbeiten werden, unser gemeinsames Ziel zu erreichen - die Wiederaufnahme von Sechs-Parteien-Gesprächen», sagte der russische Aussenminister Sergej Lawrow Agenturberichten zufolge.

Der russische Präsident Wladimir Putin war zuvor mit dem Teheraner Chefunterhändler Ali Laridschani zusammengetroffen. Russischen Agenturberichten zufolge sprachen die zwei Politiker auf dem Landsitz Putins über Wege aus dem anhaltenden Konflikt.

Im Streit über das iranische Atomprogramm hatten die USA, Grossbritannien, China, Frankreich, Russland und Deutschland dem Iran im Juni wirtschaftliche, technische und politische Zusammenarbeit angeboten.

Im Gegenzug sollte die Islamische Republik ihre Atomaktivitäten einstellen, die nach Meinung des Westens dem Bau von Atomwaffen dienen. Der Iran hatte eine Frist zum Stopp der Uran-Anreicherung Ende August verstreichen lassen.

Wiederaufnahme der Gespräche

«Innerhalb der nächsten Tage werden wir den Kontakt zu den Mitgliedern des Sextetts wiederherstellen, das dem Iran einige Ideen als Verhandlungsgrundlage angeboten hatte», sagte Lawrow am Samstag.

«Der Iran hat auf diese Vorschläge geantwortet und ich denke, dass es mit einigem guten Willen eine Möglichkeit gibt, gegenseitig akzeptable Grundlagen für die Wiederaufnahme der Gespräche zu finden.» Weitere Angaben machte er nicht.

Kurz zuvor hatte der iranische Aussenminister Manuchehr Mottaki angedeutet, sein Land könnte möglicherweise den Vorschlag prüfen, Uran auch in Russland anzureichern. Entsprechende Arbeiten würden auf jeden Fall aber auch im Iran weitergehen, sagte Mottaki bei einer Pressekonferenz.

(bert/sda)

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