Iranischer Ex-Präsident fordert Dialog
publiziert: Sonntag, 3. Sep 2006 / 08:50 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Sep 2006 / 09:05 Uhr

Chicago- Der frühere iranische Staatschef Mohammed Chatami zu einem Dialog zwischen weltlich und religiös geprägten Gemeinschaften aufgerufen.

Chatami ist dem Reformflügel Irans zuzurechnen..
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Es war sein erster öffentlicher Auftritt in den USA. Menschen mit wahrem Glauben und Menschen, denen es wirklich um die Menschheit gehe, «können zusammenarbeiten», sagte er am Samstag bei seiner Rede in einer Moschee in einem Vorort von Chicago. Der Dialog können sie zusammenbringen.

Chatami beantwortete keine Fragen zum aktuellen Atomstreit der internationalen Gemeinschaft mit seinem Nachfolger Mahmud Ahmadinedschd. Chatami ist der ranghöchste iranische Politiker, der die USA seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen im Jahr 1979 besucht.

Philosophische Ausführungen

Chatami konzentrierte sich in seiner 40-minütigen Rede auf philosophische Ausführungen, wie Frieden und menschliche Entwicklung am besten zu erreichen seien.

Weder könne eine Religion, die sich komplett von der materiellen Welt zurückziehe, noch könne die moderne Religion der Wissenschaft und des Materialismus Instabilität beenden.

Dritter Weg

Nur ein «dritter Weg», der sowohl die spirituellen als auch die materiellen Bedürfnisse berücksichtige, ermögliche ein «friedvolles und zufriedenes Leben», sagte er. Chatami rief zudem zu mehr Dialog zwischen den religiösen Gruppen auf.

Die US-Behörden hatten Chatami, der von 1997 bis 2005 Präsident war, Anfang der Woche ein Einreisevisum erteilt - obwohl er Präsident war, als die USA Teheran der Terrorismus-Unterstützung bezichtigten.

Treffen mit Carter?

Der als gemässigt geltende Chatami soll laut Medienberichten unter anderem mit dem früheren US-Präsidenten Jimmy Carter zusammentreffen. Am kommenden Donnerstag wird er als Redner auf einer Konferenz in der Washington National Cathedral, einen Tag später bei den Vereinten Nationen in New York erwartet, jeweils zum Thema «Verständigung zwischen den Kulturen».

(ht/sda)

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