Appell von Hassan Ruhani an internationaler Konferenz in Teheran
Iranischer Präsident ruft zur Korrektur des Islambilds auf
publiziert: Sonntag, 27. Dez 2015 / 11:46 Uhr
Der iranische Präsident Hassan Ruhani rief alle islamischen Staaten zur Einheit auf.
Der iranische Präsident Hassan Ruhani rief alle islamischen Staaten zur Einheit auf.

Teheran - Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat «die Ideologie und den Gewaltdiskurs» der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und anderer bewaffneter Islamistengruppen kritisiert.

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Bei der Eröffnung einer internationalen Konferenz in Teheran zur «derzeitigen Krise der islamischen Welt» sagte Ruhani am Sonntag, die muslimischen Länder hätten die Aufgabe, sich dagegen zu erheben und das «negative Islambild» in der weltweiten öffentlichen Meinung zu korrigieren.

Am meisten Gewalt, Terror und Massaker gebe es «leider in der islamischen Welt in Afrika, Nordafrika, im Nahen Osten und in Westasien».

Ruhani rief alle islamischen Staaten zur Einheit auf, «auch diejenigen, die bis jetzt ihre Nachbarn bombardieren». Die Namen dieser Länder nannte Ruhani nicht, doch greift eine arabische Koalition unter Führung Riads im Jemen die Huthi-Rebellen mit Luftangriffen an und setzte im Sommer auch Bodentruppen ein. Teheran unterstützt hingegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Kampf gegen den jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi.

Ruhani stellte die Frage, wie viele Bomben und Raketen im zurückliegenden Jahr in den USA gekauft wurden. Wäre das dafür ausgegebene Geld «an arme Muslime verteilt» worden, müssten Menschen «nicht hungrig schlafen gehen».

Dass Gruppen wie der IS Soldaten rekrutieren könnten, liege an der materiellen und kulturellen Armut, die aus der islamischen Gesellschaft entfernt werden müsse. «Wir sollten wissen, dass Terror und Terrorismus nicht durch Bomben zerstört werden», fügte der iranische Staatschef hinzu. Die Konflikte in der Region kämen Israel und den Gegnern der Muslime zugute.

(asu/sda)

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Hoffnungsstreifen am Horizont?
Es wäre höchste Zeit für eine islamische Reformation. Zu viele Lügen und Fehlinterpretationen bringen diese, an sich friedliche Religion in Verruf. Gerade aus dem Iran eine erfreuliche Nachricht.
Wer malt das Bild des Islams?
Viele malen daran, doch die grundlegende Zeichnung, die Struktur des Bildes, wird nicht vom Westen gemacht, sondern vom Islam selbst! Gerade der Iran malt da gar kein schönes Bild vom Islam!
Alle Bilder entstehen zuerst im Kopf, und da müsst ihr anfangen. Es geht nur, wenn die islamische Welt versteht, was Demokratie im Wesentlichen ist, nämlich die Freiheit der Gedanken, die Freiheit zu denken, dass auch der Koran nicht alle Fragen des Lebens beantwortet, die Freiheit, zu sagen, dass auch der Prophet seine Fehler hatte. Die Frau seines Neffen begehrte und auch bekam, und dass ein Verbrechen ist, die Oelbäume der Feindes zu verbrennen, was der Prophet ja bepfahl und zu rechtfertigen suchte, also somit eindeutig die Wahrheit ist. Oelbäume zhu verbrennen ist ist im nahen Osten das, was bei uns Brunnenvergiftung ist.
Der Mensch ist frei geboren und wird erst durch ständige Indoktrination und Rituale zu einem "Gläubigen". Vielleicht war das ja einmal für das Überleben der Menschen notwendig, in einer Gemeinschaft zu leben, die sich schützten musste und konnte gegen andere. In der heutigen Zeit braucht man keine Religionen mehr, um seine Überlegenheit oder Wehrkraft zu demonstrieren, sie reichen vielleicht noch aus für ein spirituelles Privatleben, wo man sein eigenes Leben gestaltet oder seine Aufgabe oder den Sinn des Lebens finden kann, wer so etwas braucht. Niemand aber sollte "bekehrt" oder missioniert werden. Der Mensch ist frei, er kann sich einer Religion oder auch nicht anschliesssen, und wer das für sich und den anderen anerkennt, der ist selbst frei und ein wahrer Mensch und als solcher muss er niemanden zu einer Idee oder Doktrin oder gar zu Vermummung seiner von Gott gegeben Schönheit zwingen. (Ausgrechnet diese gottlose Vermummnung der Frauen, dieses ungeheure Zeichen der Unterdrückung und Unfreiheit des Menschen, soll nach dem Wüstenorakel in der Schweiz ein als Zeichen von Freiheit zugelassen sein!)

Einfache Gedanken, ja, aber für den Islam, vor allem seine Herrscher sind das ketzerische Gedanken, ein Muslim, der solches denkt und äussert, wird heute der Fathwa ausgesetzt, das vor allem von iranischen Geistlichen! Also, lieber Herr Ruhani, bekennen Sie sich zur Freiheit des Menschen, dann versuchen wir alle, das Bild des Islams neu zu malen!
Es ist eine Schande, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen nur weil Ihr euch die Köpfe einschlagt im Namen des rechten Glaubens. Eine noch grössere Schande ist es, dass Eure Glaubensbrüder, die vor Euch Fanatikern fliehen, hier alle in einen Topf geworfen werden, von ebensolchen Fanatikern, wie Ihr es seid!
Der...
Iran finanziert die Terrororganisationen Hisbollah, Hamas und diverse andere. Saudi Arabien finanziert ebenfalls diverse Terrororganisationen. Diese Unterstützung gibt es dazu noch ganz offen. Der einzige Grund warum der Iran gegen Daesh (IS) vorgeht ist, weil der Daesh eine andere religiöse Auffassung des Islam hat. Viele Saudis unterstützen den Daesh jedoch, weil die Auffassung näher ist. Der Iran glaubt aber sowieso, dass der Daesh eine Verschwörung des Westens oder Israels ist. Also die klassischen zwei Sündenböcke der radikalen Islamisten.
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