Iranisches AKW Buscher erreicht Vollbetrieb
publiziert: Samstag, 1. Sep 2012 / 10:43 Uhr
Modell des Kernkraftwerks Buschehr.
Modell des Kernkraftwerks Buschehr.

Moskau/Jerusalem - Das iranische Atomkraftwerk Buschehr verfügt nach russischen Angaben jetzt über seine maximale Leistungsfähigkeit. Der erste Reaktorblock des AKW habe am «100 Prozent seiner Kapazität» erreicht, teilte die NIAEP, eine Filiale des Erbauers Atomstroyexport, am Freitag in Moskau mit.

6 Meldungen im Zusammenhang
Dies sei die «letzte Etappe» der Inbetriebnahme. Das bisher einzige Atomkraftwerk des Landes steht im Süden des Iran. Es war im August 2010 eingeweiht worden.

Der Bau war vor der iranischen Revolution im Jahr 1979 von Deutschland unterstützt worden. Seit dem Jahr 1995 setzte Russland die Arbeiten fort und liefert auch den notwendigen Brennstoff.

Mehrere westliche Regierungen verdächtigen den Iran, unter dem Vorwand eines zivilen Atomprogramms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück.

Kritischer IAEA-Bericht

Am Donnerstag hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einen kritischen Bericht zum Iran veröffentlicht. Darin bezichtigte die IAEA den Iran, in Partschin Massnahmen getroffen zu haben, die künftige Kontrollen «erheblich behindern» würden.

Die UNO-Behörde verdächtigt Teheran, in der Militäranlage Sprengstofftests vorgenommen zu haben, die dem Atomprogramm dienen könnten. Westliche Staaten hatten vor Monaten unter Berufung auf Satellitenbilder von Säuberungsarbeiten in dem Lager bei Teheran berichtet.

Der Iran wies die Vorwürfe der IAEA als politisch motiviert zurück. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung während des Treffens der Blockfreien Staaten in Teheran zeige dies deutlich, hatte der Abgeordnete Kasem Dschalali am Freitag der Nachrichtenagentur Isna erklärt.

Israel sieht sich bestätigt

Israel sieht dagegen seine Befürchtungen durch den IAEA-Bericht bestätigt. «Der Bericht bestätigt, was Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seit Jahren sagt: dass das iranische Atomprogramm darauf ausgerichtet ist, eine Atomwaffe zu bauen», sagte am Freitag ein israelischer Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die israelische Regierung droht dem Iran seit Längerem mit einem gegen dessen Atomprogramm gerichteten Militärschlag. Die UNO hat den Iran wegen des Atomprogramm bereits vor Jahren mit Sanktionen belegt: mit Reiseverboten für Atomwissenschaftler oder mit der Blockierung von Konten. Der Westen hat zusätzliche Sanktionen beschlossen, die sich unter anderem gegen die Ölindustrie des Irans und den Finanzsektor richten. Frankreich forderte nach Veröffentlichung des IAEA-Berichts, die Sanktionen noch zu verschärfen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran - Bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 in der südiranischen Küstenregion in ... mehr lesen
Modell des Kernkraftwerks Buschehr.
USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Ölindustrie.
Washington - Die Vereinigten Staaten haben am Freitag die Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie verschärft. Damit solle die ... mehr lesen
Toronto - Kanada kappt die diplomatischen Beziehungen zum Iran: Aussenminister John Baird sagte am Freitag, sein Land ... mehr lesen 2
Kanadas Aussenminister John Baird. (Archivbild)
Teheran - Der Iran will ein zweites Atomkraftwerk bauen. Wie das Staatsfernsehen am Sonntag unter Berufung auf Atomprogramm-Chef Fereidun Abbassi Dawani berichtete, sollen die Bauarbeiten im kommenden Jahr im südlichen Buschehr beginnen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Teheran - Das umstrittene iranische Atomkraftwerk in Buschehr ist nach Angaben der Behörden an das nationale Stromnetz angeschlossen worden. Dies sei in der Nacht zum Sonntag erfolgt, sagte der Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde, Hamid Chadem Kaemi, dem Fernsehsender El Alam. mehr lesen 
Iranisches AKW
Beunruhigend !!
Der Iran und die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland wollen bis zum 24. November eine Lösung im Atomkonflikt erreichen.
Der Iran und die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland wollen bis zum 24. ...
Atomstreit - Iran  Teheran - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) soll nach dem Willen des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani den friedlichen Charakter des Atomprogramms des Landes bestätigen. IAEA-Chef Yukiya Amano forderte derweil den Iran zu einer weiterhin konstruktiven Zusammenarbeit auf. 
Probleme mit der Aussenwelt  Teheran - Irans Präsident Hassan Ruhani will während seiner Amtszeit bis 2017 auch ...
Irans Präsident Hassan Ruhani.
Iran bezeichnet Atomgespräche mit USA als positiv Genf - Der Iran hat die Atomgespräche mit den USA in Genf am Donnerstag als gut und positiv ... 1
Vizeaussenminister William Burns verhandelte mit Amtskollegen in Genf weiter.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Israel... ist als jüdischer Staat gegründet worden und als solcher ... gestern 16:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Diese... Granate ist als Drohung vor den am Wochenende beginnenden ... gestern 13:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Dieser... islamistische Albtraum muss schnell und radikal beendet werden. Es wird ... gestern 10:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Die... Ostukraine ist definitiv verloren. Mit militärischen Aktionen werden ... Di, 16.09.14 12:15
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Möge... der Afghanistan-Einsatz der letzte seiner Art gewesen sein. Ein Konzept ... Di, 16.09.14 10:48
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Verantwortung "Was der IS tut, verkörpert genau das, was wir in der Schule gelernt ... Mo, 15.09.14 13:19
  • Kassandra aus Frauenfeld 997
    Keine Sorgen, aber endlich Diskussionen. Wenn über Europa, und dies ist das Solo- und ... Mo, 15.09.14 11:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Die... EU will wieder Feuer machen und ist sauer, weil der grösste Teil des ... Mo, 15.09.14 10:40
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 13°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 10°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 12°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 12°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 14°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 14°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 17°C 21°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten