Irland will Schweiz bei Bilateralen II unterstützen
publiziert: Samstag, 18. Okt 2003 / 17:19 Uhr

Dublin - Bundespräsident Pascal Couchepin und Irlands Premierminister Bertie Ahern haben ihren Willen unterstrichen, die Bilateralen II zwischen der Schweiz und der EU noch vor Ende Jahr abzuschliessen. Die beiden Politiker trafen sich am Samstag in Dublin.

Der Bundespräsident Pascal Couchepin hat in Dublin die schwere Aufgabe, die Schweiz in Europa zu intergrieren.
Der Bundespräsident Pascal Couchepin hat in Dublin die schwere Aufgabe, die Schweiz in Europa zu intergrieren.
Alle wünschen sich, dass die Verhandlungen über die Bilateralen II so schnell wie möglich abgeschlossen werden, sagte Couchepin nach dem Treffen vor den Medien. Es bestehe aber immer noch ein gewisses Risiko, dieses Ziel nicht zu erreichen, räumte er im Hinblick auf die EU-Erweiterung auf 25 Länder ein.

Ahern hatte Couchepin um ein privates Gespräch gebeten. Irland übernimmt Anfang nächsten Jahres die EU-Ratspräsidentschaft für ein halbes Jahr. Derzeit hat Italien sie inne.

Als Nachbarland der Schweiz habe Italien das grössere Interesse am Abschluss der Verhandlungen als Irland, sagte Couchepin weiter. Ahern sicherte dem Schweizer Bundespräsidenten dennoch seine Unterstützung zu, dass die Bilateralen II noch unter der italienischen Ratspräsidentschaft unter Dach und Fach kommen würden.

Auf Wunsch des irischen Premierministers erörterten die beiden Politiker auch die Lage in Nordirland. Couchepin beendete am Samstagnachmittag seinen offiziellen Besuch in Irland und trat die Rückreise in die Schweiz an.

(tr/sda)

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