Islam setzt Dänemark unter Druck
publiziert: Sonntag, 29. Jan 2006 / 16:06 Uhr

Kopenhagen - Der Druck aus islamischen Ländern auf die dänische Regierung und Medien wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen hat sich am Wochenende massiv verstärkt.

«Jyllands-Posten» veröffentlichte auf ihrer Internetseite eine Erklärung für die Karikaturen.
«Jyllands-Posten» veröffentlichte auf ihrer Internetseite eine Erklärung für die Karikaturen.
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Nach Saudi-Arabien will nun auch Kuwait seinen Botschafter abziehen.

Die Regierung von Kuwait kündigte diesen Schritt nach Angaben aus Kopenhagen für kommende Woche an.

Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) forderte eine Entschuldigung der dänischen Regierung. Sie habe die Veröffentlichung der Karikaturen im September weder verhindert noch eindeutig verurteilt.

Auch die syrische und die iranische Regierung verurteilten die Karikaturen in scharfer Form. In Saudi-Arabien nahmen einige Supermarktketten aus Protest alle dänischen Produkte aus ihren Regalen.

Darstellung nicht erlaubt

Die Darstellung Gottes oder des Propheten Mohammed ist im Islam nicht erlaubt. Die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» hatte im vergangenen September trotzdem elf Karikaturen Mohammeds veröffentlicht.

Sie wollte damit nach eigenen Angaben gegen die aus ihrer Sicht zunehmende Bedrohung der Freiheit durch islamistische Fundamentalisten protestieren.

«Jyllands-Posten» veröffentlichte am Wochenende auch auf Arabisch eine Erklärung, wonach man die Verletzung religiöser Gefühle von Menschen bedaure.

Dies sei nicht die Absicht bei der Veröffentlichung der Zeichnungen gewesen. Die Erklärung enthielt aber keine Entschuldigung.

Dänemarks Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hat die Veröffentlichung stets verteidigt und als Ausdruck des dänischen Sinns für Direktheit und Humor bezeichnet.

(rr/sda)

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