Islamische Länder fordern sofortige Waffenruhe
publiziert: Donnerstag, 3. Aug 2006 / 12:45 Uhr

Kuala Lumpur - Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hat eine sofortige Waffenruhe im Nahen Osten gefordert. UNO-Friedenstruppen müssten in die Krisenregion entsandt werden, hiess es.

«Das Recht auf Selbstverteidigung ist kein Blankoscheck dafür, alles zu tun, was man will...», so der malaysischer Aussenminister Syed Hamid Albar.
«Das Recht auf Selbstverteidigung ist kein Blankoscheck dafür, alles zu tun, was man will...», so der malaysischer Aussenminister Syed Hamid Albar.
5 Meldungen im Zusammenhang
Der Zusammenschluss von 57 islamischen Staaten rief nach einem Krisentreffen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur die Vereinten Nationen zu schnellem Handeln auf.

Die Konferenz verlangte vom UNO-Sicherheitsrat, «seiner Verantwortung für die Beibehaltung des internationalen Friedens nachzukommen, indem er sich für eine umgehende und sofortige Waffenruhe ausspricht und diese durchsetzt».

Erklärung

In einer Erklärung verurteilte die OIC abermals die «fortdauernde israelische Aggression gegen den Libanon». Die Vereinten Nationen müssten eine Untersuchung über «kriminelle Akte» von Seiten Israels in der jüngsten Nahost-Krise einleiten.

Israel müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass es gegen die weltweit geltenden humanitären Rechte und Menschenrechte verstosse. «Wir sind fest davon überzeugt, dass es keine Straffreiheit geben darf», erklärte die OIC.

Ahmedinedschad anwesend

An dem Treffen hatten Vertreter von 18 OIC-Staaten teilgenommen, darunter der iranische Präsident Mahmud Ahmedinedschad sowie ein Vertreter Syriens. Malaysia hat derzeit den Vorsitz der OIC inne.

Der OIC gehören 57 Länder an. Am Treffen in Kuala Lumpur nahmen Spitzenpolitiker aus 17 Staaten teil, darunter der Iran und Syrien. Die Konferenz hatte zuvor schon die «israelische Aggression im Libanon» verurteilt.

Recht auf Selbstverteidung

«Das Recht auf Selbstverteidigung ist kein Blankoscheck dafür, alles zu tun, was man will, und Menschen massenhaft zu töten», sagte der malaysische Aussenminister Syed Hamid Albar. Malaysia hat derzeit den Vorsitz der OIC inne.

In einer Videobotschaft richtete sich auch der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora an die islamischen Politiker. Nach seinen Angaben kostete Israels Krieg gegen die Hisbollah in Libanon bislang 900 Menschen das Leben. Rund ein Drittel der Opfer seien Kinder unter zwölf Jahren gewesen.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Miguel Angel Moratinos bestätigte, dass Syrien eine «positive Rolle» spielen wolle.
Damaskus - Syrien will nach Angaben des spanischen Aussenministers Miguel Angel Moratinos zu einem Ende des ... mehr lesen
Beirut - Israelische Soldaten haben ... mehr lesen
Israelische Soldaten auf libanesischen Territorium.
Die Hisbollah-Miliz soll hinter den Fluss Litani zurückgedrängt werden.
Beirut/Tel Aviv/New York - Israel hat ... mehr lesen
Gern - Der UNO-Menschenrechtsrat ... mehr lesen
In der Resolution wird Israel zum Stopp seines militärischen Vorgehens aufgefordert.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch Ateliers, Erzählungen und Kalligraphie-Kurse geboten.
Den Besuchern wurden neben den ...
In La Chaux-de-Fonds  La Chaux-de-Fonds - Das Museum für Kulturen des Islam in La Chaux-de-Fonds NE ist am Wochenende eröffnet worden. Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch zahlreiche Treffen, Ateliers, Erzählungen, Kalligraphie-Kurse und Tanzvorführungen geboten. mehr lesen 
Papst Franziskus traf Flüchtlingskinder. (Archivbild)
Treffen mit Kindern  Vatikanstadt - Papst Franziskus hat sich ... mehr lesen  
Mekka-Wallfahrt  Riad - Saudi-Arabien und der Iran sind weiter uneins über die Bedingungen, unter denen Iraner an der diesjährigen Mekka-Pilgerfahrt Hadsch ... mehr lesen  
Die Beziehungen zwischen den beiden rivalisierenden islamischen Ländern sind auf einem Tiefpunkt. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 12°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Basel 11°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 10°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern 13°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 16°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 14°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten