Keine Vergeltung für Angriffe der Palästinensischen Autonomiebehörde
Islamischer Dschihad setzt Widerstand gegen Israel fort
publiziert: Freitag, 21. Dez 2001 / 22:08 Uhr

Damaskus - Die radikale Palästinenser-Organisation Islamischer Dschihad will den Widerstand gegen die israelische Besatzung fortsetzen. Das sagte Dschihad-Führer Ramadan Abdallah Schaleh im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk in Syrien.

Vergeltung für die Angriffe der Palästinensischen Autonomiebehörde werde der Islamische Dschihad allerdings nicht üben. «Palästinensisches Blut ist für uns eine rote Linie, selbst wenn unser Blut kocht», sagte Schaleh.

Zuvor hatte die radikal-islamische Hamas-Organisation verkündet, sie wolle vorerst auf bewaffnete Angriffe gegen Israel verzichten. Hamas knüpfte die Waffenruhe an die Bedingung, dass die Autonomiebehörde ihr Vorgehen gegen palästinensische Extremisten einstelle.

Israel wies die Ankündigung der Hamas als Heuchelei zurück. Dies sei nur ein «taktischer Schritt», um Strafmassnahmen der Palästinenser-Regierung zu vermeiden.

Bei heftigen Schiessereien zwischen militanten Palästinensern und der palästinensischen Polizei im Gazastreifen wurden unterdessen fünf Menschen getötet.

Nach palästinensischen Angaben wurden bei der Auseinandersetzung im Flüchtlingslager Dschabalia darüber hinaus mehr als 60 Palästinenser verletzt. Militante Palästinenser hätten das Feuer auf eine Polizeistation im nördlichen Gazastreifen eröffnet.

Zu dem Feuergefecht kam es im Anschluss an eine Beerdigung eines 17-jährigen Mannes, der von palästinensischen Polizisten erschossen worden war.

(sk/sda)

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