Sterben in Ostafrika
Islamisten lassen Hilfslieferungen nicht durch
publiziert: Freitag, 22. Jul 2011 / 11:46 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Jul 2011 / 23:38 Uhr
Al-Shabaab-Mitglieder auf einem Konvoi: «Dürre aber keine Hungersnot».
Al-Shabaab-Mitglieder auf einem Konvoi: «Dürre aber keine Hungersnot».

Addis Abeba - Das Sterben in den von der Hungerkatastrophe in Ostafrika betroffenen Gebieten geht unvermindert weiter. Die Not wird noch verschlimmert durch die Al-Shabaab-Miliz, die internationalen Hilfslieferungen im Süden Somalias den Zugang verweigert.

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Im Bürgerkriegsland Somalia machen sich immer mehr verzweifelte Menschen aus dem von Rebellen kontrollierten Süden auf in die Hauptstadt Mogadischu. Nur wenige Kilometer ausserhalb der somalischen Metropole lägen Camps mit unzähligen Zelten und Notunterkünften, in denen die hungernden Menschen Zuflucht suchten, berichtete der britische Sender BBC am Freitag.

«Sie riskieren die gefährliche Reise, um Hilfe zu finden, aber für viele ist es schon zu spät», sagte ein Journalist vor Ort. Ärzte hätten in den somalischen Lagern allein in den vergangenen neun Tagen über 1000 schwer unterernährte Kinder behandelt. Mütter mit ihren vom Hunger gezeichneten Kindern stünden stundenlang Schlange, um eine Erstversorgung für ihre Babys zu bekommen.

Hilfe nicht zugelassen

Die somalische Al-Shabaab-Miliz will keine Hilfslieferungen an die hungernden Menschen in den von ihnen kontrollierten Gebieten im Süden des Landes zulassen.

Die von der Miliz bereits verbotenen Organisationen seien dort weiterhin «nicht willkommen», sagte der Rebellensprecher Sheik Ali Mohamud Rage am Freitag im somalischen Radio. Die Einschätzung der UNO, dass in zwei Gebieten im Süden des Landes eine akute Hungersnot herrsche, wies er zurück.

«Es gibt eine Dürre in Somalia, aber keine Hungersnot», sagte der Rebellensprecher. Die Erklärung der UNO sei «zu 100 Prozent falsch» und «politisch» motiviert.

Die Miliz hatte Anfang Juli noch erklärt, sie werde angesichts der katastrophalen Lage erstmals seit zwei Jahren wieder internationale Organisationen in Südsomalia zulassen - «ob muslimisch oder nicht-muslimisch», wie es hiess.

Glückskette verstärkt Spendenaufruf

Die Glückskette hat am Freitag ihren vor zehn Tagen lancierten Spendenaufruf verstärkt. Die Hungersnot habe sich in einem Teil Ostafrikas noch verschärft. Die Bedürfnisse seien unermesslich, teilte die Glückskette mit.

Die Glückskette nimmt Spenden auf dem Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Afrika» oder online auf www.glueckskette.ch entgegen.

 

(fkl/sda)

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Ich will Ihren Blickwinkel
nicht werten. Aber bedenken Sie bitte, ob es Ihr Verdienst ist, dass Sie in einem wohlhabenden Land auf die Welt gekommen sind und hier leben dürfen. Ihre Vorwürfe an die Eltern mögen berechtigt sein, aber die afrikanischen Kinder können doch nichts dafür, dass sie dort in die Welt gesetzt wurden. Ich habe gespendet, es braucht mich jedoch niemand dafür zu loben.
Hungersnöte
Die Hungersnöte auf dem Afrikanischen Kontinent werden nie verschwinden.

Ich persönlich gehe auf diese Problematik von einem ganz anderen, vielleicht menschenverachtenden, Blickwinkel zu.

Was mir immer auffällt, wenn man Bilder der Hungernden zu sehen bekommt, sei es jetzt in Somalia oder all den anderen Fällen der letzten Jahrzehnte, sind die unzähligen Kleinstkinder und Kinder.

Warum, so frage ich mich, vermehren sich diese Völker wie die Hasen, wenn sie doch genau wissen, dass sie ihre Babys nur schlecht oder gar nicht ernähren können und durchs Leben bringen.

Sollte man nicht Millionen von Kondome in diese Länder schicken?
Wie kann eine Frau ein Kind gebähren in solchen Umständen?
Das werde ich nie verstehen, und man komme mir jetzt nicht mit Vergewaltigungen. Diese sind nicht für die ständige Vermehrung dieser Bevölkerungen verantwortlich.

Ein Volk, dass so hungern muss, sollte aussterben. Nur so würde sich was bewegen.
Was nützt einem Regime oder Milizen alle Macht, wenn kein Volk mehr da ist?

Ich jedenfalls bin gegen jegliche Hilfe für solche Länder. Es bringt nichts ausser Kosten und die Regime und Militärs werden einfach noch fetter.
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