Islamisten verkünden dauerhaften Waffenstillstand
publiziert: Dienstag, 24. Feb 2009 / 16:02 Uhr

Peshawar - Als Reaktion auf die Einführung der Scharia haben die mit den Taliban verbündeten Islamisten im pakistanischen Swat-Tal einen unbegrenzt geltenden Waffenstillstand verkündet.

Die Islamisten hatten seit 2007 gewaltsam versucht die Einführung der Scharia durchzusetzen.
Die Islamisten hatten seit 2007 gewaltsam versucht die Einführung der Scharia durchzusetzen.
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Auch sollten alle Gefangenen ohne Bedingungen freigelassen werden.

Bewohner des Tals nahe der Grenze zu Afghanistan feierten die Nachricht auf den Strassen. Zahlreiche Länder, unter anderem die USA, Afghanistan und Indien, hatten das Abkommen als Kapitulation vor den Islamisten kritisiert.

Richtiger Schritt

Die örtliche Regierung begrüsste die Ankündigung der Islamisten als Schritt in Richtung eines dauerhaften Friedens. Beobachter forderten die Regierung auf, die Islamisten zu entwaffnen. Ein Armeesprecher sagte, seine Soldaten blieben vor Ort, würden aber keine Offensive unternehmen.

Im Herbst 2007 hatten Islamisten um den Geistlichen Fazlullah die Kontrolle über den Landstrich übernommen. Sie versuchten seither gewaltsam, die Einführung der Scharia in der Region durchzusetzen.

Grosse Flucht

Tausende Bewohner des Tals waren vor den Islamisten geflohen, die ihre Gegner enthaupteten. Von dem am 16. Februar geschlossenen Scharia-Abkommen sind drei Millionen Menschen betroffen.

Nach pakistanischen Medienberichten soll inzwischen auch in der benachbarten Stammesregion Bajaur eine Extremisten-Gruppe eine einseitige Waffenruhe verkündet haben.

Das Swat-Tal, 160 Kilometer von der Hauptstadt Islamabad entfernt, war einst ein beliebtes Erholungsziel für pakistanische Stadtbewohner, dort befindet sich das einzige Skigebiet des Landes.

(sl/sda)

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