Rebellen in Mali zerstören «heilige Tür»
Islamisten zerstören Eingang von Moschee in Timbuktu
publiziert: Montag, 2. Jul 2012 / 15:44 Uhr / aktualisiert: Montag, 2. Jul 2012 / 20:58 Uhr
Die Angreifer haben die «heilige Tür» des Gebäudes zerstört, die normalerweise nie geöffnet wird.
Die Angreifer haben die «heilige Tür» des Gebäudes zerstört, die normalerweise nie geöffnet wird.

Bamako - Islamistische Rebellen haben am Montag nach Angaben von Augenzeugen den Eingang der Sidi-Yahya-Moschee in Timbuktu im Norden von Mali zerstört. Die Angreifer hätten die «heilige Tür» des Gebäudes zerstört, die normalerweise nie geöffnet werde, sagte ein Bewohner der Stadt der Nachrichtenagentur AFP.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Sidi-Yahya-Moschee gehört zu den drei grossen Moscheen der Stadt. Sie wird zusammen mit 16 islamischen Heiligengräbern von der UNO-Kulturorganisation UNESCO als Weltkulturerbe gelistet.

Nachdem die UNESCO am Donnerstag die Denkmäler auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten gesetzt hatte, begannen Mitglieder der islamistischen Rebellengruppe Ansar Dine am Samstag, die Mausoleen einzureissen. Bis Montag zerstörten sie sieben von ihnen.

Aus Sicht der Islamisten verstösst die Verehrung der Heiligen und ihrer Gräber gegen den Islam. In der Wüstenstadt Timbuktu ist der Heiligenkult jedoch weit verbreitet und die Heiligen gelten als Beschützer der Stadt.

Die zerstörte Tür führte einem Augenzeugen zufolge zu einem Heiligengrab. Dem örtlichen Glauben zufolge bringt es Unglück, sie zu öffnen. Ein anderer Augenzeuge sagte, die Islamisten hätten zeigen wollen, dass das Öffnen der Tür keine Folgen hat.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bamako - Islamisten haben im Norden von Mali erneut die Grabstätte eines muslimischen Heiligen zerstört. Wie Vertreter der ... mehr lesen
UNO-Kommissarin für Menschenrechte Navi Pillay forderte auch wegen massiver Menschenrechtsverletzungen internationale Hilfe.
St. Petersburg - Die UNO-Kulturorganisation UNESCO hat die Zerstörung von Mausoleen durch malische Islamisten in der historischen Wüstenstadt Timbuktu verurteilt. Das Welterbekomitee forderte in einer in Dienstag im russischen St. Petersburg veröffentlichten Erklärung ein sofortiges Ende dieser «verabscheuungswürdigen» Taten. mehr lesen 
Ouagadougou - Angesichts der seit Monaten anhaltenden Krise in Mali wollen westafrikanische Staatschefs am kommenden Samstag mit Vertretern des Landes über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit verhandeln. mehr lesen 
Etschmayer Momentan wüten die Barbaren in Timbuktu: Islamische Fundamentalisten zerstören in der Welterbestadt in Mali historische Grabmäler von Sufi-Heiligen während die Welt tatenlos zuschaut. mehr lesen 1
Die Welt sah tatenlos zu: Nische der Buddha-Statue im afghanischen Bamiyan-Tal
Weitere Artikel im Zusammenhang
Paris - Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), Fatou Bensouda, hat die mutwillige Zerstörung von Welterbestätten in Mali durch Islamisten als «Kriegsverbrechen» bezeichnet. mehr lesen 
Singapur wird derzeit von einem handfesten Rassismus-Skandal erschüttert.
Singapur wird derzeit von einem ...
Chinesische Muslima blitzt bei Bewerbungsgespräch in Singapur ab  Singapur - Singapur wird derzeit von einem handfesten Rassismus-Skandal erschüttert. Ausgangspunkt dafür ist eine Unterhaltung, die eine chinesische Muslima im Zuge eines Bewerbungsgesprächs bei einem namentlich nicht genannten Unternehmen mit Sitz in Singapur geführt hat. 
Andreas Kyriacou Als eine Gruppe Humanisten vor der Saudischen Botschaft für die Freilassung des Blogger Raif Badawi protestierte, wurden sie von ... mehr lesen  
100 Hinrichtungen und Auspeitschungen nicht Grund genug für eine Demo? Nicht für den Boschaftsschutz...
7500 Euro pro Monat Inmitten der neoliberalen Beutelung Griechenlands publiziert Wikileaks brisante Quellen zu Saudi-Arabien. Wir erinnern uns: Das ...
Margot Wallström: Nannte das Badawi-Urteil «nahezu Mittelalterlich». Erntete von den europäischen Medien peinliches Schweigen.
Menschenrechtsorganisationen kritisieren die harte Strafe.
Keine Gnade für saudischen Blogger Badawi Riad - Das international heftig umstrittene Urteil gegen den liberalen Blogger Raif Badawi aus Saudi-Arabien bleibt bestehen. Das ... 1
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3132
    In... vielen westlichen Ländern hat man sich mittlerweile an ein hohes Mass ... Mi, 17.06.15 11:38
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3132
    "Doch auch die Zahl der Straftaten insgesamt ging zurück" Mit kosequenten Abschiebungen dürfte die Kriminalität noch um einiges ... Mo, 23.03.15 13:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1379
    Auf das Leben sollten wir uns konzentrieren! sWas nützt mir ein Gott, wenn ich im Ascheregen des Vesuvs ersticke ... Sa, 14.03.15 10:40
  • Cataract aus Zürich 33
    So ein Schwachsinn.... E-Zigaretten unter das Tabakgesetzt zu stellen wäre gleich blöd, wie ... Do, 05.02.15 18:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3132
    Die... Asylbewerber können in jedem Land einen Asylantrag stellen, z.B. in ... Mi, 14.01.15 13:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1379
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 95
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1379
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 22°C 29°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 17°C 31°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 25°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 19°C 34°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 21°C 34°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 20°C 35°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 22°C 31°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten