Islamistenpartei verurteilt Anschläge von Casablanca
publiziert: Samstag, 17. Mai 2003 / 10:08 Uhr

Casablanca - Die grösste islamistische Oppositionspartei in Marokko hat die Bombenanschläge von Casablanca verurteilt. Die Attentate seien ein barbarisches terroristisches Verbrechen, erklärte der Fraktionschef der Partei.

Die Hassan II Moschee in Casablanca: Islamisten verurteilen das Attentat.
Die Hassan II Moschee in Casablanca: Islamisten verurteilen das Attentat.
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Wir hoffen, dass dieses Drama vorübergehen wird und wir den Errungenschaften des Friedens und der Stabilität verpflichtet bleiben, sagte Mustapha Ramid, Fraktionschef der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, gegenüber der Nachrichtenagentur afp.

Seine Partei verurteile die Drahtzieher und Täter der Anschläge. Die Partei war bei der Parlamentswahl im vergangenen September zur drittgrössten Kraft im marokkanischen Parlament geworden. Sie ist dort die grösste Oppositionspartei.

Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen im Zentrum der marokkanischen Wirtschaftsmetropole Casablanca waren in der Nacht zum Samstag mindestens 24 Menschen getötet worden. Polizisten vor Ort sprachen von bis zu 30 Toten.

60 weitere Personen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich, sagte Innenminister Moustafa Sahel in Rabat. Die meisten Todesopfer seien Marokkaner. Das war das Werk von Kamikazes, sagte Sahel. Marokko werde sich nicht einschüchtern oder destabilisieren lassen.

Der Minister machte den internationalen Terrorismus für die Attentate verantwortlich. Sie trügen die gleiche Handschrift wie die Anschläge vier Tage zuvor in der saudischen Hauptstadt Riad, die dem Terror-Netzwerk El Kaida zugeschrieben wurden. Dort starben 34 Menschen.

(rr/sda)

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