Isolation verhindern, Dialog führen!
publiziert: Dienstag, 29. Jun 2010 / 14:32 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Jun 2010 / 08:24 Uhr

Die Frage der Woche lautete: Minarettverbot aufheben: Wie soll die Schweiz reagieren? Heute der Beitrag von Simon Oberbeck. Simon Oberbeck (26) ist Präsident der Jungen CVP Schweiz und Gemeinderat in seiner Wohngemeinde Birsfelden (BL). Er ist Mitarbeiter im Heim zur Förderung geistig Behinderter, Basel.

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oberbeck.ch

Der Europarat hat in einer seiner jüngsten Resolution die Aufhebung des Minarettverbots in der Schweiz gefordert. Dies ist aus Sicht des Europarats nur logisch, schliesslich widerspricht das Minarettverbot diametral den Grundwerten der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), wie dem Antidiskriminierungsgebot und der Religionsfreiheit, sowie dem Gebot der Verhältnismässigkeit.

Dass sich nun eine gewisse Schweizer Partei darüber aufregt, erstaunt ebenfalls nicht. Angeblich ist das Votum des Europarats ein Eingriff in die Schweizerische Souveränität. Ja, manche Kreise denken bereits laut darüber nach aus dem Europarat auszutreten und damit auch die EMRK zu kündigen.

Solche Ideen sind zu verurteilen. Erstens sind Resolutionen des Europarats nicht bindend und zweitens ist es geradezu absurd, wenn man aus einer Konvention austreten will, welche auch in der Schweizerischen Bundesverfassung verbriefte Grundrechte praktisch eins zu eins absichert. Ein Austritt aus dem Europarat würde die Schweiz zudem noch mehr isolieren, was nicht unser Ziel sein kann.

Stattdessen sollte endlich eine intensive, öffentliche Debatte darüber stattfinden, wie wir den vorhandenen Ängsten in der Bevölkerung gegenüber dem Islam begegnen können. Der Bundesrat geht den richtigen Weg, indem er einen Islam-Bericht erstellt, der unter anderem die Häufigkeit und geografische Verteilung von Hasspredigern untersucht. Ein breiter Dialog über das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft und welche Herausforderungen sich daraus ergeben, bringt viel mehr als ein Anti-Minarett-Artikel in der Bundesverfassung.

 

(Simon Oberbeck/news.ch)

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Teilweise einverstanden
"Wir werden mit "gut zu reden" keinen Frieden halten können* das war jetzt ein kluger Satz, das kann ich unterschreiben. Natürlich muss man Integration auch Einfordern, dass ist doch völlig Logisch. Ihre Texte fordern aber keine Integration sondern nur Ausgrenzung und Angstmacherei. Das fördert bestimmt keinen Frieden.

"Nur wenn wir klare Forderungen stellen, muss ein Mensch, der hier leben will, sich auch klar entscheiden, wem er seinen Respekt geben will."
Respekt hat nur der verdient der auch Respektvoll mit anderen umgeht. Das Minarett verbot und die Hetze der SVP sind Respektlos.

"Das können wir nur unterstützen, indem wir die Regeln für unser Miteinander klar kommunizieren und die Einhaltung dieser Regeln auch einfordern.
Nur so können wir diesen Moslems den Weg erleichtern und ihnen helfen, sich klar von den Fundis abzugrenzen."
Absolut richtig, was hat jetzt ein Minarett Verbot und die Hetze der SVP damit zu tun?

Ich bin schon fast begeistert, dieser Beitrag war einer Ihrer besten. So kann man diskutieren.
Streitbare Demokratie
Steson
"Man sollte alle Parteien die nicht auf SVP Linie sind verbieten. Da sind wir uns einig Kubra? :-)"

Nie und nimmer soll ein Einparteienstaat die Schweiz regieren. Deshalb bin ich ja so dagegen, dass wir einer Ideologie, die genau das anstrebt mehr Raum geben.

Denn genau das ist im Islam vorgeschrieben.
Auch diejenigen Moslems, die glauben, nur durch den Tod im Kampf gegen alles Unislamische, sicher ins Paradies zu kommen und bis zur Errichtung eines islamischen Gottesstaates ständig im Widerspruch mit der Nichtislamischen Gesellschaft stehen, sind ernst zu nehmen und nicht zu vernieldichen oder zu patronalisieren.

Solange der Islam keine Bergpredigt oder Reformation kennt, sind diese Leute in der Denkweise ihres Vorbildes aus dem siebten Jahrhundert verhaftet.

Es gibt viele Moslems, die sich liebend gerne diesem Widerspruch entziehen und sich in unsere Gemeinschaft einfügen möchten.
Das können wir nur unterstützen, indem wir die Regeln für unser Miteinander klar kommunizieren und die Einhaltung dieser Regeln auch einfordern.
Nur so können wir diesen Moslems den Weg erleichtern und ihnen helfen, sich klar von den Fundis abzugrenzen.

Das gilt nicht nur für Moslems.

Einige Parteien und kirchliche Vertreter glauben, mit einer Politik der unendlichen Toleranz, die sofort bereit ist, alle Regelverstösse zu erklären und zu verharmlosen, diesen Prozess unterstützen zu können.

Das hilft weder dem "alteingesessenen" Mix aus vielen Ethnien, Sprachen, Ansichten, Religionen und Hautfarben, die in der Schweiz friedlich zusammenleben und am gleichen Strick ziehen, noch denjenigen Moslems, die ihren Weg in dieser Gesellschaft suchen.

Nur wenn wir klare Forderungen stellen, muss ein Mensch, der hier leben will, sich auch klar entscheiden, wem er seinen Respekt geben will.
Den Menschen, die hier leben, arbeiten und vorankommen wollen, oder einem Regelwerk, dass das Leben eines brutalen sklavenhaltenden Kaufmanns aus der Wüste Arabiens verherrlicht.

Das gleiche gilt für mich auch für andere Regelwerke, die sich mit der Demokratie in der Schweiz nicht vereinbaren lassen.

Wer glaubt, alle Menschen dächten und fühlten gleich und man müsse nur an das Gute im Menschen appelieren und ihm Zeit einräumen, bis dieses Gute zum Ausdruck kommt, soll das mal den verfolgten Völkern dieser Welt erzählen. Das klappt schon im kleinen urschweizerischen Dorf nicht, ohne Regeln des Zusammenlebens eingefordert werden.
In der Schweiz leben Menschen aus verfolgten Völkern, aber auch Menschen die deren Verfolger waren. Wir werden mit "gut zu reden" keinen Frieden halten können.
Eine Gefahr!!!!
Uuuuuhhh, der böse Steson und die Gutmenschen
möchte die Schweiz vernichten.... Dem muss sofort einhalt geboten werden. Man sollte alle Parteien die nicht auf SVP Linie sind verbieten. Da sind wir uns einig Kubra? :-)
Minarette Ja / Nein !
Ich habe schon lange begriffen, dass die Religionen das Gift dieser Welt bedeuten. Immer mehr bewundere ich die Werke der Natur. Diese ist lange vor den Religionen entstanden. Die meisten von uns wurden in Gebieten geboren, wo sich die Menschen seit jahrtausenden mit ihr auseinandersetzen mussten, um zu Über-
leben. Seit es Religionen gibt. die heute weltweit herrschen, gibt es wegen diesen Zoff rund um die Erde. Da hat sich trotz Globalisierung und UNO Nichts geändert. Alle heutigen Glaubensbekenntnisse haben in ihrer jeweiligen Doktrin nur das Beste für alle Menschen im Sinn. Warum aber, werden vor allem unter dem Deckmantel des Islams, unter Berufung von Allah, weltweit Vielen solche Schmerzen zugefügt. Dies in grossem Umfang sogar an Glaubensgenossen. Das Verhalten der Moslems in vielen Ecken der Welt, schürt eben auch bei uns grosse Ängste. Klar dürfen sie auf ihren Glaubens-Häusern Minarette errichten. Dies ist ja durch unserer Bundesverfassung garantiert. Aber Eile mit Weile. Sie müssen aber auch viele Gebräuche und
Tätigkeiten ablegen, die gegen diese Verfassung verstossen. Die Minarette sollten wir ihnen erst in 150 Jahren gewähren. Bis dann wäre auch der Letzte so angepasst, dass er unsere Regeln kennt und viel nicht mehr mit der Fremde vergleicht, wo die meisten ja herkommen.
Genau Kübra
Die Gefahr kommt immer von den "Guten" mit den rosa Hintern.

Die "Schlechten" haben ja dunkle Hintern und sind nie eine Gefahr ...

Wer nur "kakaphones" an allen "Anderen" sieht oder befürchtet,
... hat vielleicht ...
... selbst doch ...
... etwas ...
??? davon ???
... in sich ...

Zu offensichtlich ist ihre "Ehrlichkeit" im Hinblick zu der "Redlichkeit" von "Anderen"
in Ihren "Aussagen".

Nehmen Sie doch den folgenden Satz mal zu Herzen.

Unter Dieben "beklaut" man sich nicht ....

und machen daraus:

Unter Ehrlichen "misstraut" man sich nicht ...

Gell ??
Zeitverschwendung
Ariel. Sie vergeuden Ihre Zeit.

Ich glaube nicht, dass Sie die Rosa Brillen dieser Damen/Herren lüften können.
Wer partout darauf besteht, dass alle Menschen dieser Erde nur Gutes im Sinn haben und dieses Gute unbedingt in der Schweiz ausleben sollen, ist eine Gefahr für die Schweiz, aber nicht lernfähig.
Ihr Beispiel würde nur Muttenz betreffen
es sei den es würden in der ganzen Schweiz Unterschriften gesammelt,und ein Wintergartenverbot in der Verfassung verankert,da müsste ich mich auch dran halten.Die Unterschriften kämen aber nie zustande! Nach einer Volksinitiative kann man nun mal kein Verwaltungsgericht anrufen.Übrigens wir haben über Turmbau,nicht über Rassen ,Religionen oder Geschlechter abgestimmt! Das Volk hat also keinen Grundsatz aufs Spiel gesetzt! Nochmals die Initiative kam nicht von der SVP sondern von einem Komitee. Nichtmmal der Präsident des Menschenrechts Gerichtshof sieht Rechtsmittel um diesen Entsscheid aufzuheben. Er sagte dies könne nur der Souverän,was bedeutet es bräuchte eine neue Abstimmung!
Das sagte ich
In einem anderen Betrag zu diesem Thema.
Das mit dem Integrationsunwillen. Wenn Sie so argumentieren, müssten wir Pizzerias, Kebab, Chinesisches Essen, Türkische Supermärkte usw, verbieten. Alle das haben Einwanderer aus ihrer Heimat mitgebracht. Schächten, ist das verboten? wusste ich nicht, die anderen Beispiele, wenn einer sich mehr als eine Frau leisten kann, habe ich kein Problem, bei Inzest müssen wir nicht weiter diskutieren. Das ist ein blödes Beispiel.

Ein Minarett ist ein Bauwerk, dass signalisiert, hier beten Moslems. Damit habe ich gar kein Problem. Mit dieser blödsinnigen Initiative, haben wir jetzt aber ein Problem. Dabei ging nur am Anfang um die Minarette, die SVP hat es dann geschafft, die halbe Bevölkerung in Angst vor den bööööösen Moslems zu versetzten. Es ging nur um Medienpräsenz, das sind Rattenfänger der billigsten Sorte. Diese Leute schaden unserem Land, nicht ein paar Bärtige die vom Seelenheil nur unter Allah reden.
Ad acta Humanismus
Wohl wahr.
Aber warum
sagen Sie das nicht gleich frei und gerade heraus? So wie jetzt: "das es nicht an uns ist den Moslems zu sagen, was eine richtige Moschee ist und was nicht."

Tiptop, das unterschreib ich auch.

Aber abgesehen davon, ist es nun so, dass es nicht mal Gebäude braucht, um seiner Religion nachgehen zu können. Beispiele gibt es genug in der Welt, Stichwort Untergrundkirchen. Und dann ist es auch so, dass Kirchtürme, Minarette mit oder ohne Kreuz und Hahn eher eine Sache der Kultur sind. Wenn das Minarett nun ein Zeichen der Kultur ist, bzw des Integrationsunwillens, dann ist das Verbot vielleicht berechtigt.
Schächten ist verboten, Polygamie ist verboten, Inzest ist verboten - nur um drei andere Beispiele zu nennen - warum nicht auch Minarette?
.
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