Israel-Rückzug bei Ankunft der ersten UNO-Soldaten
publiziert: Donnerstag, 31. Aug 2006 / 12:15 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Aug 2006 / 12:30 Uhr

Paris - Israel will sich nach Angaben von UNO-Generalsekretär Kofi Annan aus dem Südlibanon zurückziehen.

Kofi Annan besteht darauf, dass Israel seine Truppen abzieht, wenn die Blauhelme bereitstehen.
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Und zwar sobald dort die ersten 5000 Blauhelmsoldaten und 16 000 Soldaten der libanesischen Armee stationiert sind. Er sei mit dem israelischen Regierungschef Ehud Olmert übereingekommen, dass dies «eine glaubhafte Truppe» sei, die Israel den vollständigen Rückzug aus dem Gebiet ermögliche, sagte Annan dem französischen Radiosender Europe 1. Er hoffe, dass die 5000 UNO- Soldaten innerhalb von zehn Tagen bereit stünden.

«In dem Moment muss Israel abziehen», sagte Annan weiter. «Das ist sehr wichtig, denn die Lage ist fragil. Solange sich israelische Soldaten auf libanesischem Gebiet befinden, gibt es einige Libanesen, die der Meinung sind, dass es sich um eine Besatzung handelt.»

Aufhebung der Luft- und Seeblockade verlangt

Annan hatte am Mittwoch mit Olmert über die Umsetzung der UNO- Resolution zum Libanon beraten. Dabei hatte Annan eine Aufhebung der Luft- und Seeblockade verlangt. Olmert erteilte jedoch einer schnellen Aufhebung der Blockade eine Abfuhr.

Inzwischen gerät Generalstabschef Dan Haluz wegen der Kriegsführung im Libanon unter wachsenden Druck. Eine Gruppe von Reservisten im Generalsrang habe Haluz aufgefordert, die Verantwortung für Fehler zu übernehmen und zurückzutreten, berichteten israelische Medien.

Geberkonferenz begonnen

Unterdessen hat in Stockholm die Geberkonferenz für den Wiederaufbau Libanons begonnen. Rund 500 Millionen Dollar (rund 614 Millionen Franken) sollen an der Konferenz gesammelt werden.

Mit dem Geld soll die in fünf Wochen kriegerischer Auseinandersetzungen mit Israel zerstörte Infrastruktur des Landes wiederaufgebaut werden.

Rund 50 Länder sind auf der von der libanesischen Regierung und den Vereinten Nationen organisierten Konferenz vertreten. Für die Schweiz nimmt Toni Frisch, Chef des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) teil.

Die libanesische Regierung hatte die durch die israelische Militäroffensive entstandenen Schäden auf mindestens 3,6 Milliarden Dollar beziffert.

(fest/sda)

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