Israel akzeptiert internationale Friedenstruppe
publiziert: Sonntag, 23. Jul 2006 / 22:17 Uhr

Beirut - In die Libanon-Krise kommt elf Tage nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen etwas Bewegung: Israel signalisierte Zustimmung zu einer vorübergehenden Entsendung einer internationalen Friedenstruppe nach Südlibanon.

Der deutsche Aussenminister Frank Walter Steinmeier: «Ich habe den Eindruck, etwas öffnet sich hier».
Der deutsche Aussenminister Frank Walter Steinmeier: «Ich habe den Eindruck, etwas öffnet sich hier».
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Die Hisbollah-Miliz stimmte indirekten Verhandlungen mit Israel über einen Gefangenenaustausch zu. Auch Syrien will sich in direkten Gesprächen mit den USA an einer Lösung des Konflikts beteiligen, wie Vize-Aussenminister Faissal Mekdad gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Die USA lehnten das Angebot jedoch umgehend ab.

Papst Benedikt XVI. rief zu einem sofortigen Waffenstillstand auf. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier, der in der Region Möglichkeiten zur Beruhigung der Lage auslotete, äusserte sich vorsichtig optimistisch zu einer ersten Bewegung in dem Konflikt.

«Ich habe den Eindruck, etwas öffnet sich hier», sagte Steinmeier nach einem Gespräch mit Israels Verteidigungsminister Amir Perez in Jerusalem dem ZDF-heute journal.

Israels Armee und die radikal-islamische Hisbollah setzten ihren harten Schlagabtausch fort. Weitere Truppen marschierten an der Grenze zu Libanon auf.

75000 Menschen auf der Flucht

Zahlreiche Libanesen flohen aus Angst vor einem möglichen grösseren Bodenangriff aus der Gefahrenzone. Es wurde erwartet, dass der Flüchtlingsstrom nach Zypern in den nächsten Tagen auf 75 000 Menschen anschwellen wird.

Die israelische Armee verzeichnete nach eigenen Angaben einen strategisch wichtigen Erfolg in Südlibanon. Das Dorf Marun el Ras sei weitgehend unter israelischer Kontrolle. Die Hisbollah teilte jedoch mit, die israelischen Panzer seien «zurückgeschlagen» worden.

Journalistin getötet

Bei neuen israelischen Luftangriffen kamen am Sonntag mindestens elf Menschen ums Leben, darunter eine Journalistin, während bei Raketenangriffen auf den Norden Israels zwei Menschen starben. Erstmals wurde auch die Küstenstadt Sidon bombardiert.

Die Luftwaffe griff zudem Ziele in Süd-Beirut sowie im Osten des Landes an. Seit Beginn der Kämpfe sind 36 Israelis getötet worden, darunter 17 Zivilisten. Die Zahl der libanesischen Todesopfer stieg auf über 350, zumeist Zivilisten.

(fest/sda)

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