Israel beginnt mehrtägige Vergeltungsaktion im Westjordanland
publiziert: Dienstag, 12. Nov 2002 / 17:33 Uhr

Jerusalem/Tulkarem - Israel hat nach dem blutigen Anschlag auf einen Kibbuz eine mehrtägige Vergeltungsaktion im Westjordanland begonnen. Armeeinheiten rückten in der Stadt Tulkarem ein und verhafteten vier gesuchte Palästinenser.

Israelische Armeeinheiten rückten in die Stadt Tulkarem ein und verhafteten vier gesuchte Palästinenser.
Israelische Armeeinheiten rückten in die Stadt Tulkarem ein und verhafteten vier gesuchte Palästinenser.
Das Haus des mutmasslichen Drahtziehers des Attentates, bei dem am Sonntagabend fünf Israelis erschossen worden waren, wurde gesprengt.

Ausserdem wurden Soldaten um die grösste Palästinenserstadt Nablus konzentriert.

Nach israelischen Medienberichten wollen Kampfeinheiten, wie zuvor bereits in Dschenin, bei Haus-zu-Haus-Durchsuchungen nach Verdächtigen, Waffen sowie Werkstätten zur Herstellung von Bomben suchen.

Palästinenserpräsident Jassir Arafat wies in Ramallah jede Beteiligung seiner Fatah-Bewegung an dem Anschlag auf den Kibbuz Metzer zurück und verurteilte den Anschlag.

Zu dem Attentat hatten sich die Al-Aksa-Brigaden, der militante Flügel der Fatah-Bewegung, bekannt.

Nach Erkenntnissen des israelischen Geheimdienstes Schin Beit war eine von Tulkarem aus operierende Zelle des militanten Flügels der Fatah-Bewegung für das Attentat im Kibbuz Metzer verantwortlich.

Es handle sich dabei um eine der Splittergruppen, die als örtliche Gangs operierten und der zentralen Palästinenserführung keinerlei Gefolgschaft mehr leisteten, schreibt die Tageszeitung Haaretz unter Berufung auf den Geheimdienst.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon und Verteidigungsminister Schaul Mofas hatten sich am Montagabend in Jerusalem auf eine harte Reaktion auf den Anschlag verständigt.

Nach Angaben des israelischen Fernsehens wurde auch die Ausweisung Arafats diskutiert. Die Idee sei aber wieder verworfen worden.

Unterdessen hat Scharon die US-Regierung um eine vorübergehende diplomatische Pause bei ihrer Nahost-Initiative gebeten.

Die Unterbrechung solle bis zum 28. November gelten.

An diesem Tag will der regierende Likud-Block von Scharon seinen Spitzenkandidaten für die Parlamentswahlen am 28. Januar kommenden Jahres küren.

Aussichtsreichster Herausforderer Scharons ist der frühere Regierungschef und neue Aussenminister Benjamin Netanjahu.

(bsk/sda)

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