Israel billigt Austausch von Gefangenen mit Hisbollah
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2008 / 19:36 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Jul 2008 / 23:38 Uhr

Jerusalem - Das israelische Kabinett hat grünes Licht für den Gefangenenaustausch mit der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah gegeben. Der Austausch wird am Mittwoch über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz abgewickelt.

Präsident Shimon Peres soll die libanesischen Häftlinge begnadigen.
Präsident Shimon Peres soll die libanesischen Häftlinge begnadigen.
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Das Abkommen, das nach israelischen Presseberichten vom deutschen Bundesnachrichtendienst-Agenten Gerhard Conrad im Auftrag der UNO vermittelt wurde, sieht die Freilassung von fünf libanesischen Häftlingen aus israelischer Haft vor.

Israel soll die fünf libanesischen Häftlinge begnadigen, darunter auch Samir Kantar, der wegen dreifachen Mordes zu 542 Jahren Haft verurteilt wurde und seit 1980 einsitzt. Ausserdem sollen die sterblichen Überreste von 200 palästinensischen und libanesischen Kämpfern übergeben werden.

Umstrittenes Abkommen

Im Gegenzug erhält Israel die beiden 2006 entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev, von denen Regierungschef Ehud Olmert kürzlich sagte, er gehe davon aus, dass sie tot seien.

Das Abkommen mit den radikalen Schiiten ist in Israel umstritten. Drei der 25 Minister im Kabinett stimmten gegen die Einigung, darunter auch Justizminister Daniel Friedman.

Peres soll begnadigen

Nach der Kabinettsentscheidung sollte Präsident Schimon Peres die libanesischen Häftlinge begnadigen. Besonders kontrovers ist die Begnadigung von Kantar, der 1979 in einer Kommandoaktion einen Israeli, dessen vierjährige Tochter und einen israelischen Polizisten getötet hatte.

Verteidigungsminister Ehud Barak dankte Deutschland und der UNO für ihre Hilfe bei der Anbahnung des Abkommens.

Der Pilot Ron Arad wird seit 1986 im Libanon vermisst. Israel bemüht sich bis heute, sein Schicksal aufzuklären. Das Abkommen mit der Hisbollah sah auch weitere Auskünfte über den Piloten vor. Ein am Wochenende von der Schiitenmiliz übergebener Bericht brachte aber nach Angaben von Verteidigungsminister Barak keine neuen Informationen.

(tri/sda)

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