Israel deutet Liquidierung Arafats an
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 17:24 Uhr

Tel Aviv - Nach dem Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin könnte auch Palästinenserpräsident Jassir Arafat Ziel einer Liquidierungsaktion werden. Das hat der israelische Generalstabschef Mosche Jaalon angedeutet.

Arafat könnte der nächste auf der Abschussliste sein.
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Auf Fragen von Journalisten, ob Arafat oder der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz, Scheich Hassan Nasrallah, mit einem Angriff Israels rechnen müssten, meinte Jaalon: Die gestrigen Reaktionen der beiden zeigen, dass es sich ihnen nähert.

Von palästinensischer Seite war die Befürchtung geäussert werden, auch Arafat könnte ins Fadenkreuz der israelischen Kampfhelikopter geraten. Der Palästinenserpräsident ist seit Dezember 2001 in seinem Hauptquartier in Ramallah isoliert.

Beileidsbesuch

Der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei stattete der Führung der Hamas-Bewegung im Gazastreifen unterdessen einen Beileidsbesuch ab. Gemeinsam mit dem neuen Parlamentspräsidenten Rauchi Fattuh besuchte Korei ein Trauerzelt der Hamas-Bewegung in der Stadt Gaza.

Der Nachfolger für den von der israelischen Armee gezielt getöteten Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin soll von führenden Mitgliedern der radikalislamischen Organisation gewählt werden. Dies sagte Mohammed Schamaa, der die Hamas 1987 zusammen mit Jassin gründete.

Demokratische Wahlen

Nach dem Ende der Trauerperiode werde es innerhalb der Leitungsgremien der Hamas demokratische Wahlen geben. Schamaa nannte weder ein Datum für die Wahl noch Namen möglicher Nachfolgekandidaten.

Hamas will bei künftigen Wahlen als politische Partei antreten. Hamas werde sich dort den Wählern stellen, wo Israel abziehe, kündigte Hamas-Führer Mahmud el Sahar am Rande der Trauerfeiern für Jassin. Sahar kündigte zugleich an, seine Organisation werde den bewaffneten Kampf gegen die israelische Besatzung noch verstärken.

(bsk/sda)

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