Israel erzürnt mit 1600 neuen Wohnungen
publiziert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 09:07 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 16:07 Uhr
Verteidigungsminister Ehud Barak: Pläne zum Siedlungsausbau behindern Friedensprozess.
Verteidigungsminister Ehud Barak: Pläne zum Siedlungsausbau behindern Friedensprozess.

New York/Jerusalem - US-Vizepräsident Joe Biden hat bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmus Abbas seine Kritik an Israels Plänen zum Ausbau jüdischer Siedlungen in Ost-Jerusalem bekräftigt. Israels Entscheidung untergrabe das für Friedensgespräche erforderliche Vertrauen.

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Das sagte Biden nach Gesprächen mit Abbas in Ramallah. Er wollte dort auch mit dem palästinensischen Regierungschef Salam Fajad zusammentreffen.

Auch die EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton hatte die israelischen Siedlungspläne kritisiert. «Ich schliesse mich Joe Biden an, der den geplanten Bau von 1600 neuen Häusern in Ost-Jerusalem verurteilt hat», sagte sie.

1600 Wohnungen genehmigt

Näher ging die Britin vor dem Europaparlament in Strassburg nicht auf das Thema ein. Israel hatte am Dienstag den Bau von 1600 Wohnungen im besetzten Ost-Jerusalem genehmigt und damit für Empörung in den USA und bei den Palästinensern gesorgt.

Insbesondere brüskierte die Ankündigung den US-Vizepräsidenten, der sich derzeit vor Ort um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses bemüht und Israel umfassende Sicherheitsgarantien gegeben hatte. Die Siedlungsfrage ist einer der zentralen Streitpunkte im Nahost-Konflikt.

UNO verurteilt Pläne

Biden verurteilte deshalb die israelischen Ausbaupläne: «Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, die Verhandlungen unterstützt und nicht komplizierter macht», hiess es in einer Erklärung. Der Entscheid «untergrabe das gegenseitige Vertrauen». Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Pläne.

Nach der Kritik bemühte sich Israel um Schadensbegrenzung. Man hätte mehr Sensibilität während des Besuches eines ranghohen US-Politikers zeigen müssen, sagte der israelische Bauminister Eli Jischai im Radio.

Der israelische Plan sieht vor, 1600 neue Wohnungen in Ramat Schlomo im Norden Jerusalems zu bauen. Dort leben bereits 20'000 streng religiöse Juden.

Nach internationalem Recht handelt es sich um eine völkerrechtswidrige israelische Siedlung, weil sie im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems liegt. Für Israel ist es hingegen ein Stadtteil, nachdem 1980 einseitig ganz Jerusalem zur unteilbaren Hauptstadt erklärt worden war.

(sl/sda)

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?????
Ihre wenigen bisherigen Beiträge erwecken ohne Ausnahme den Eindruck, dass Sie alles und jedes mit Gott und Jesus begründen wollen.

Und jetzt wollen Sie auch noch die Juden bekehren? Lese ich da richtig?

Etwas Bescheidenheit täte sicher gut, nur, um das zu erkennen braucht es keine religiösen Bücher wie die Bibel, die Thora oder den Koran.
hat noch nie funktioniert
Israel ist gegen jede Art Diplomatie resistent. Weder die Bemühungen verschiedener Staaten, noch UNO-Resolutionen zeigen irgendwelche Wirkung. Wirtschaftlicher Druck könnte da schon eher etwas bewirken. Leider ist jedoch die USA und auch die EU politisch völlig unfähig, solche Massnahmen mitzutragen. Wundert sich da noch jemand über den zunehmenden Antisemitismus ?
Hoppla Thomy
Thomy es reicht. Sie sind absolut durchschaubar. Sie müssen immer das letzte Wort haben. Ich habe mittlerweile zwei Ihrer selten aggressiven Post galant überlesen.

Ich habe nie etwas von Israel vernichten oder mit Waffengewalt angreifen gesagt.
Nachdem Sie mir in zwei anderen Posts unterstellt haben ich wäre Faschist, versuchen Sie dies jetzt im Forum so hinzubiegen. Verlogen, feige und hinterhältig wie immer.

Dabei können Sie sich immer der primitiven Unterstützung einiger Gesinnungsspezis sicher sein. Weil es Ihnen und einigen anderen nicht darum geht Themen zu diskutieren, sondern nur darum Leute mit anderer Meinung "fertig zu machen". Das wird Ihnen bei mir jedoch nicht gelingen.

Gute Nacht.
Hoppla, da meint doch einer, dass er sich letztlich ...
... für eine Vernichtung Israels stark machen müsse ..

Es läuft genau darauf hinaus, dass man Israel mit militärischer Gewalt an seinen manchmal wirklich unverständlichen Aktionen hindern sollte ...!

Was heisst denn "von der internationalen Gemeinschaft eins auf's Dach kriegen" etwas anderes, als mit Waffengewalt gegen Israel zu intervenieren!

Midas, Sie spinnen, wenn Sie so einen Shit hier einbringen. Israel müsste dagegen mit intensiver Überzegungsdiplomatie dahin gebracht werden können, das es sich innerhalb seiner Grenzen bewegt und nicht immer wieder ausserhalb - was natürlich die umligenden arabischen Staaten und paramilitärischen Organisationen ebenso einhalten müssten in ihren Gebieten - diese liegen jedenfalls NICHT innerhalb Israels!
Also, markusbern, Sie erzählen da etwas, das ich so nicht kenne!
Obama soll Muslim sein? Woher haben Sie das, markusbern, denn her?

Ich meine zu wissen, dass der amerikanische Präsident Obama nicht Muslim ist, sondern einer christlichen Kirche angehört. Es ist unerheblich welcher. Aber jedenfalls nicht islamistisch!

Übrigens, jede/r, der/die den letzten Wahlkampf für einen neuen Präsidenten der USA gesehen oder gehört oder gelesen hatte, weiss mit Sicherheit, dass Obama NICHT dem Islam angehört!
ewiggestrig
die ständige Aufzählung welches Volk wann wohin marschiert ist, führt zu überhaupt nichts. HEUTE zeigt Israel, dass es nicht das geringste Interesse an Frieden hat. Die Pläne laufen auf eine totale Verdrängung der Palästinenser aus den besetzten Gebieten, hinaus. Dank der fragwürdigen, bedingungslosen Unterstützung durch die USA, braucht sich Israel auch nicht um Kritik zu kümmern.
etwas geschichtliches
Die Midianiter waren ein altes Geschlecht zur Zeit der Bibel. Söhne Abrahmans btw. Aber die Midianiter hatten schon bei ihren Raubzügen in Israel den islamischen Halbmond als Bänder an ihren Kamelen. Könnte man nachlesen im Buch Richter der Bibel. Der Halbmond ist das Zeichen des Islams heute. Ob es uns gefällt oder nicht, Israel und sein Kampf um das Land gegen den islamischen Halbgott ist viel älter als wir denken. Israel als Stein des Anstosses für Viele ist halt Biblisch. Und auch ein sogennant christliches Land wie die USA mit einem islamistischen Präsidenten kann auch nichts zum Frieden beitragen und seinem Land mit seiner Aussenpoliitk nur schaden. Den Arabern zu helfen ist nur möglich, wenn sie vom Terror der eigenen Politiker und der arabischen Aussenpolitik befreit werden. Israel hätte schon lange Frieden mit den Arabern wenn deren eigenen Poliitker nur wollten.
Ibrahim
Bei den Moslems heisst der Abraham Ibrahim.

Wieder ein Beleg für die gemeinsamen Wurzeln.

Warum leben wir dann hier nicht bescheidener? Braucht wirklich jeder ein Auto und ein Armbanduhr?
Abraham
Abraham, Isaak und Jakob(der später Israel genannt wurde und so dem Staate den Namen gab) lebten in Zelten.Warum immer diese Bauerei?Wenn die Menschen bescheidener wären, würde dieses ganze Theater ausbleiben.Es ist eine Rückbesinnung auf Gott und die traditionellen jüdischen und christlichen Werte notwendig; auch müssen die Juden endlich erkennen, dass Jesus der Messias ist und sich ihm zuwenden; nur so kann dauerhafter Friede kommen.
Narrenfreiheit
Israel hat seit dem 2. Weltkrieg endgültig Narrenfreiheit und kann sich alles erlauben und nützt dies auch schamlos aus.
Es gibt sehr viel Unrecht auf beiden Seiten. Aber Israel ist seit der Ermordung von Rabin von allen Guten Geister verlassen.
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