Israel fliegt Luftangriffe - Hamas schwört Rache
publiziert: Freitag, 2. Jan 2009 / 08:02 Uhr / aktualisiert: Freitag, 2. Jan 2009 / 18:25 Uhr

Gaza/Tel Aviv - Trotz Protesten in der islamischen Welt hat Israel seine Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fortgesetzt. Die radikal-islamische Hamas ihrerseits schwor Rache für einen am Vortag getöteten Anführer.

Die Angriffe aus der Luft werden fortgesetzt. (Archivbild)
Die Angriffe aus der Luft werden fortgesetzt. (Archivbild)
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Israelische Kampfflugzeuge griffen nach Angaben der Armee mehr als 30 Ziele im Gazastreifen an. Im Süden des Küstenstreifens wurden dabei nach Angaben von Sanitätern drei spielende Kinder getötet.

Die israelische Luftwaffe hat nach Armeeangaben seit einer Woche mehr als 700 Einsätze geflogen. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben bislang mindestens 430 Menschen getötet. Wie die Gesundheitsbehörde in Gaza weiter mitteilte, wurden mindestens 2200 weitere verletzt.

Im Gegenzug schlugen auf israelischem Boden mehr als 350 palästinensische Raketen ein. Dabei starben vier Israelis. Israel will mit seinem Militäreinsatz einen Stopp des Raketenbeschusses aus Gaza erreichen. Die militanten Palästinenser wollen Israel zwingen, die Blockade des Gebiets aufzuheben.

Kein Rückzug

Nach dem Tod ihres Führungsmitglieds Nisar Rian bei einem israelischen Angriff gab sich die Hamas weiter kampfbereit. Seine Organisation werde weder zerbrechen noch «die weisse Fahne hissen», sagte Hamas Sprecher Ismail Radwan. Dabei drohte er mit weiteren Angriffen auf Israel.

Dem Aufruf der Hamas zu einem «Tag des Zorns» und Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz kamen auch zehntausende Palästinenser im Westjordanland nach. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstössen mit der Polizei. Israel hat das Westjordanland abgeriegelt.

Keine Feuerpause

Auch in anderen Ländern kam es zu anti-israelischen Demonstrationen. So gingen in Istanbul etwa 5000 Menschen auf die Strassen, in Indonesien mehr als 10'000. Auch in Bern protestierten gegen 1000 Menschen. In Beirut richteten sich die Proteste auch gegen Ägyptens Haltung im Konflikt.

Diplomatische Bemühungen um eine Feuerpause blieben erfolglos. Israels Aussenministerin Zipi Livni wies nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Forderungen nach einem 48-stündigen Schweigen der Waffen zurück. Der Sicherheitsrat vertagte eine Krisensitzung ohne einen Beschluss zu fassen.

(bert/sda)

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