Israel fordert Terrorexperten für die Dschenin-Untersuchung
publiziert: Freitag, 26. Apr 2002 / 17:47 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Apr 2002 / 18:49 Uhr

Jerusalem - Die israelische Regierung hat eine Verschiebung der UNO-Mission gefordert, die die Vorgänge im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin im Westjordanland untersuchen soll.

Erst sollten die Gespräche über die Dschenin-Mission in New York beendet und die noch umstrittenen Punkte geklärt werden, hiess es in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Ariel Scharon.

In New York verhandeln UNO-Vertreter mit einer israelischen Delegation über Aufgabe und Zusammensetzung der Dschenin-Mission. Israel verlangt, dass das dreiköpfige Team unter Leitung des finnischen Ex-Präsidenten Martti Ahtisaari um Militär- und Terrorexperten erweitert wird.

Die UNO war ursprünglich davon ausgegangen, dass die UNO-Mission zum Wochenende ihre Arbeit aufnehmen wird. Der Sprecher der Delegation, Stephane Dujarric, sagte in Genf, das Team werde voraussichtlich morgen in den Nahen Osten reisen. Israel habe UNO-Generalsekretär Kofi Annan seine Zusammenarbeit zugesagt.

Der Delegation gehören auch die frühere UNO-Flüchtlingskommissarin Sadako Ogata sowie der ehemalige IKRK-Präsident Cornelio Sommaruga an. Unterstützt werden sie von einem militärischen und einem Polizei-Berater. Insgesamt soll die Delegation rund 20 Personen umfassen.

(ba/sda)

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