Israel greift Ziele im Gazastreifen an
publiziert: Dienstag, 27. Dez 2005 / 18:00 Uhr

Gaza-Stadt/Jerusalem - Die israelische Luftwaffe hat mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Damit solle der Raketenbeschuss durch palästinensische Extremisten gestoppt werden, erklärte die Armee.

Die Angriffe seien eine Reaktion eines Raketenschlags der El-Aksa-Brigaden gewesen, so das israelische Militär.
Die Angriffe seien eine Reaktion eines Raketenschlags der El-Aksa-Brigaden gewesen, so das israelische Militär.
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Kampfhelikopter und Kampfjets griffen sieben Ziele an, darunter zwei Büros der radikalen El-Aksa-Märtyrerbrigaden in Gaza-Stadt. In den Räumen seien Raketenangriffe auf Israel geplant worden, sagte eine Sprecherin der Armee.

Verletzt wurde bei den Angriffen offenbar niemand. In der im Norden gelegenen Stadt Beit Lahija fiel aber der Strom aus. Auch mehrere Strassen und eine Brücke seien beschädigt worden, sagten Zeugen. Radikale Palästinensergruppen kündigten Vergeltungsanschläge an.

Keine Pufferzone

Die israelische Armee teilte mit, mit den Luftschlägen habe keine Pufferzone geschaffen werden sollen, sondern sie seien die Reaktion auf einen Raketenangriff gewesen. Eine Gruppe palästinensischer Extremisten hatte am Morgen zwei Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert.

Nach dem vorhergehenden Abschuss zahlreicher Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet hatte der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon kürzlich die Erlaubnis erteilt, eine Pufferzone im Grenzgebiet des Gazastreifens zu Israel zu schaffen.

Stellung verlassen

Die palästinensische Polizei wurde aufgefordert, ihre Stellungen dort zu verlassen. Die Palästinenser-Behörden haben dies aber abgelehnt und die Polizisten angewiesen, zu bleiben.

Laut israelischem Radio will die Luftwaffe Flugblätter über dem Gebiet abwerfen. Darin sollen die Einwohner aufgerufen werden, innert Stunden ihre Wohnorte zu verlassen.

Ab Mittwoch sollen alle Gebiete mit Artillerie angegriffen werden, aus denen Kassam-Raketen abgefeuert werden, schrieb die Zeitung «Jediot Achronot».

Der Sprecher der palästinensischen Autonomiebehörde, Nabil Abu Rudeina, forderte die US-Regierung auf, Israel von der Umsetzung des Plans abzuhalten. Auch der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei lehnte den Plan «kategorisch» ab.

Nach israelischen Angaben wurden vom Gazastreifen aus seit dem israelischen Abzug im Sommer dieses Jahres mehr als 200 Kassam-Raketen auf Israel abgefeuert. Palästinensergruppen hatten am Montag mitgeteilt, sie verfügten inzwischen über Raketen mit einer Reichweite von bis zu 25 Kilometern.

(bsk/sda)

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