Israel hat Libanon-Krieg unterschätzt
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 11:12 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 21:56 Uhr

Tel Aviv - Die israelische Führung hat nach veröffentlichten Zeugenaussagen vor Beginn des Libanon-Kriegs die Dauer und das Ausmass des Konflikts unterschätzt.

Laut  Ministerpräsident Ehud Olmert habe die Armee in den ersten Kriegstagen «enttäuscht».
Laut Ministerpräsident Ehud Olmert habe die Armee in den ersten Kriegstagen «enttäuscht».
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Verteidigungsminister Amir Perez (Arbeitspartei) sagte während einer Befragung der zuständigen Untersuchungskommission, man habe sich auf etwa 10 bis 14 Tage des bewaffneten Kampfs eingestellt.

Die so genannte Winograd-Kommission gab die Zeugenaussagen der politischen und militärischen Führungsspitze zur Veröffentlichung frei. Teile blieben allerdings unter Zensur.

Der inzwischen zurückgetretene Generalstabschef Dan Haluz sagte aus, die überlange Dauer des Kriegs sei letztendlich der grösste Fehler gewesen.

Ministerpräsident Ehud Olmert (Kadima) lastete die Fehler im Libanon-Krieg der Armee an. Er erklärte, die Armee habe in den ersten Kriegstagen «enttäuscht».

Militär schuld

Der damalige Generalstabschef der Armee habe ihm versichert, das Militär sei für jeden Einsatz vorbereitet und stark aufgestellt. «Ich konnte nicht wissen, dass das nicht stimmte», sagte Olmert.

Die Kommission aus Rechts- und Militärexperten hat vor einer Woche in einem Zwischenbericht vernichtende Kritik an Olmert geübt. Der Regierungschef wehrte sich aber gegen die immer lauter werdenden Rücktrittsforderungen und erklärte, er werde die kritisierten Fehler beheben.

Während des einmonatigen Krieges sind auf libanesischer Seite mehr als 1200 Menschen getötet worden, auf der israelischen rund 160 Zivilisten und Soldaten. Die Kampfhandlungen hatten am 12. Juli vergangenen Jahres nach der Entführung zweier israelischer Soldaten in den Libanon begonnen.

(fest/sda)

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