Israel hofft auf Finanzhilfe
publiziert: Montag, 11. Jul 2005 / 18:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Jul 2005 / 19:14 Uhr

Jerusalem - Israel kann für seinen geplanten Abzug aus dem Gazastreifen mit internationaler Unterstützung rechnen.

Israel muss auch mit Wiederstand aus den eigenen Reihen rechnen.
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Die EU wolle in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Sicherheit helfen.

Wie die Hilfe der Europäischen Union konkret ausgestaltet werde, müsse noch geprüft werden, sagte der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana nach einem Treffen mit dem israelischen Aussenminister Silvan Schalom in Jerusalem.

Mutige Entscheidung

Der EU-Aussenbeauftragte bezeichnete den Gaza-Rückzugsplan als "mutige Entscheidung". Schalom sagte, er wolle für den Gaza-Rückzug eine breite internationale Unterstützung bekommen. "Wir tun unser Möglichstes, um den Rückzugsplan umzusetzen", sagte er.

Israel will Mitte August gegen den Widerstand zahlreicher Siedler mit der Räumung der 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und von vier Siedlungen im Westjordanland beginnen.

Einem ranghohen israelischen Regierungsvertreter zufolge wollte eine Delegation seines Landes zudem in Washington 2,2 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) "Sonderhilfe" für den Gaza-Abzug beantragen. Diese Hilfe müsse vom US-Kongress genehmigt werden.

Spenden, Darlehen oder Garantien

Sie könne in Form von Spenden, Darlehen oder Garantien auf Bankanleihen gezahlt werden. Laut dem Regierungsvertreter könnte das Geld für die Kosten des Abzugs, für die Verlegung von Armeestützpunkten aus dem Gazastreifen nach Israel, für die Sicherung der Grenze nach Ägypten sowie für die Entwicklung dünn besiedelter israelischer Gebiete wie der Negev-Wüste und Galiläa eingesetzt werden.

Ursprünglich soll Israel mit einer Unterstützung von 500 Millionen Dollar aus den USA gerechnet haben. Israelische Diplomaten in Washington hätten jedoch signalisiert, dass die USA grosszügig sein wollten. Israel gehört mit jährlich knapp drei Milliarden Dollar Wirtschafts- und Militärhilfe zu den grössten Empfängern von US-Hilfen.

(kst/sda)

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