Israel lässt als Geste guten Willens 224 Palästinenser frei
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 09:47 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Dez 2008 / 21:04 Uhr

Jerusalem - Als Geste des guten Willens an den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas hat Israel 224 Häftlinge freigelassen. 206 Palästinenser seien in das Westjordanland, weitere 18 in den Gazastreifen zurückgekehrt, teilte die israelische Gefängnisverwaltung mit.

Die Freilassung war als Geste des guten Willens an Mahmud Abbas geplant.
Die Freilassung war als Geste des guten Willens an Mahmud Abbas geplant.
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Bei den Freigelassenen handelt es sich vorrangig um Mitglieder und Sympathisanten der Führung um Abbas. Die Männer sollten ursprünglich schon vergangene Woche vor dem muslimischen Opferfest zu ihren Familien zurückkehren.

Hunderte Familienangehörige begrüssten die Freigelassenen begeistert am Grenzübergang Beitunia zum Westjordanland. Sie schwenkten gelbe Fahnen der Fatah-Bewegung von Abbas sowie Poster des verstorbenen ersten Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat.

Abbas begrüsste den israelischen Schritt, betonte jedoch, die Palästinenser könnten sich erst dann richtig freuen, wenn alle Häftlinge von Israel entlassen werden. «Wir wollen alle Gefangenen befreit sehen», sagte Abbas.

«Nationale und heilige Pflicht»

Auch die den Gazastreifen kontrollierende radikalislamische Hamas- Organisation begrüsste die Entlassung der Häftlinge, obwohl sie mit der Fatah rivalisiert. Die Bemühungen um die Häftlingsfreilassung seien eine «nationale und heilige Pflicht», hiess es in einer Mitteilung der Organisation.

Ursprünglich sollten 227 Palästinenser frei kommen. Die israelische Gefängnisverwaltung gab keinen Grund an, warum drei Palästinenser weiter in israelischer Haft blieben.

Keiner der freigelassenen Gefangenen ist israelischen Angaben zufolge an tödlichen Anschlägen auf Israelis beteiligt gewesen. Israel hält nach Angaben der Menschenrechtsorganisation B'tselem derzeit 8250 sogenannte Sicherheitsgefangene fest.

Am Montag fiel ein Entscheid des Obersten Gerichts. Israel muss demnach den geplanten Verlauf seiner Grenzmauer zum besetzten Westjordanland ändern.

(smw/sda)

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