Human Rights Watch ruft UNO auf
Israel soll auf die «Liste der Schande»
publiziert: Freitag, 5. Jun 2015 / 08:25 Uhr / aktualisiert: Freitag, 5. Jun 2015 / 09:24 Uhr
Mehr als 500 Kinder wurden getötet.
Mehr als 500 Kinder wurden getötet.

New York - Human Rights Watch hat die Vereinten Nationen gedrängt, Israel auf die «Liste der Schande» zu setzen. Diese brandmarkt Staaten wegen der Verletzung der Kinderrechte in bewaffneten Konflikten.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Menschenrechtsorganisation rief UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag auf, Druck Israels und der USA zu widerstehen, das Land nicht auf die Liste zu setzen, die kommende Woche erscheint. In dem wochenlangen Gazakrieg zwischen der israelischen Armee und der Hamas-Bewegung waren vergangenen Sommer mehr als 500 Kinder getötet worden.

Laut dem UNO-Kinderhilfswerk kostete der Konflikt 539 Kindern das Leben, 2956 weitere wurden verletzt. Viele wurden demnach schwer traumatisiert, andere werden ihr Leben lang behindert bleiben.

Human Rights Watch forderte zudem, dass auch die Hamas auf die Liste gesetzt wird zusammen mit bewaffneten Gruppen in Pakistan, Thailand und Indien. Auf der Liste stehen bereits die nigerianische Extremistengruppe Boko Haram, die Terrormiliz Islamischer Staat sowie die Armeen Syriens, Jemens, der Demokratischen Republik Kongo und des Sudans.

(bg/sda)

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Schwarzweissdenken
ist auch im Falle Israel nicht geeignet, die grossen Probleme zu verstehen. Die israelische Bevölkerung ist sehr heterogen. Hinter den einzelnen Gruppen stehen unterschiedliche Geschichten, und entsprechend verschieden sind deren Positionen. Auch auf palästinensischer Seite gibt es selbstverständlich nicht nur militante Extremisten. Ich empfehle Ihnen, zombie1969, die Lektüre des hervorragenden Hefts über Israel in der Reihe "Der Spiegel - Geschichte":
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/index-2015-2.html
Quellen?
Mich würde mal interessieren woher Sie all diese Infos haben...
Die...
Theorie, der israelische Siedlungsbau sei schuld am Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, lässt sich ganz leicht widerlegen. Solche, und viel schlimmere Massaker, gab es lange, bevor es überhaupt nur eine Siedlung im Westjordanland gab. Nicht die israelische Politik ist schuld an der antisemitisch motivierten arabischen Gewalt gegen jüdische Zivilisten. Es verhält sich, entgegen der palästinensischen Propaganda im Westen, genau andersherum.
Frieden wird es erst geben, wenn der Westen seine erheblichen finanziellen Mittel, die er wie mit der Giesskanne über den Palästinensern ausschüttet, endlich als Druckmittel nutzt, um antisemitische Hetze im Nahen Osten einzudämmen.
.
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