Nach Angriff auf Grenzposten
Israel stimmt ägyptischem Militäreinsatz auf dem Sinai zu
publiziert: Freitag, 10. Aug 2012 / 17:35 Uhr
Am Sonntag wurden 16 ägyptische Soldaten bei einem Überfall auf einen Grenzposten getötet.
Am Sonntag wurden 16 ägyptische Soldaten bei einem Überfall auf einen Grenzposten getötet.

Al-Arisch - Im Kampf gegen islamistische Extremisten haben ägyptische Truppen am Freitag mit Zustimmung Israels auf der Sinai-Halbinsel Stellung bezogen. Israel hatte zuvor einer vorübergehenden Lockerung des Friedensvertrags von 1979 zugestimmt.

7 Meldungen im Zusammenhang
Die ägyptische Armee dürfe Kampfhelikopter in das Gebiet entsenden, hiess es am Donnerstagabend aus israelischen Regierungskreisen. Den entsprechenden Beschluss habe das israelische Sicherheitskabinett gefasst.

Im Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel ist eine Entmilitarisierung der Sinai-Halbinsel vereinbart. Gemäss den Vorschriften darf dort eigentlich nur sehr wenig Militär stationiert sein.

Der ägyptische Stellungsbezug konnte am Freitag von Journalisten beobachtet werden. Die Lage in Al-Arisch, 50 Kilometer von der Grenze zum Gazastreifen entfernt, war ruhig, wie ein AFP-Reporter berichtete. In der Nacht hatten dort noch gemäss Sicherheitsbeamten bewaffnete Männer einen Kontrollpunkt angegriffen, ohne dass es Tote oder Verletzte gab.

In Al-Arisch waren am Freitag gepanzerte Fahrzeuge zu sehen, hinter einem Stapel Sandsäcken stand ein Armeepanzer mit den ägyptischen Farben und dem Schriftzug «Sieg oder Tod».

Treffen mit Beduinen

Am Donnerstag waren dutzende ägyptische Militärtransporter sowie mit Maschinengewehren bewaffnete Fahrzeuge durch Al-Arisch Richtung Osten gefahren. Dort werden in Dörfern nahe der Grenze zum Gazastreifen und zu Israel islamistische Beduinen vermutet.

Beduinenchefs trafen am Abend in Al-Arisch mit dem ägyptischen Innenminister Ahmed Gamal al-Din zusammen. Obwohl der Zentralregierung in Kairo feindlich gesonnen, sagten sie der ägyptischen Armee und Polizei Unterstützung zu.

16 ägyptische Soldaten getötet

Zugleich verlangten sie, die Leichen von am Mittwoch getöteten mutmasslichen Extremisten zu sehen, damit sie sich von deren Identität selbst überzeugen könnten, teilte der Beduinenchef Eid Abu Marsuka nach dem Treffen mit.

Die Sicherheitslage auf der Sinai-Halbinsel hatte sich in den vergangenen Tagen dramatisch verschärft. Am Sonntag wurden 16 ägyptische Soldaten bei einem Überfall auf einen Grenzposten getötet.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Gaza - Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag ein Ausbildungslager der radikalislamischen Hamas im ... mehr lesen
Beim Angriff wurde niemand getötet. (Symbolbild)
Die Lage auf Sinai ist angespannt.
Al-Arish - Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel ist es trotz der verstärkten ... mehr lesen
Al-Arisch - Auf der Sinai-Halbinsel ist es am frühen Sonntagmorgen erneut zu Angriffen auf Sicherheitskräfte gekommen. Eine ... mehr lesen
Polizeiposten auf der Halbinsel Sinai. (Symbolbild)
Kairo - Als Reaktion auf die Attacken mutmasslicher militanter Islamisten hat das ägyptische Militär seine Truppen auf ... mehr lesen
Washington - Nur wenige Tage nach dem blutigen Anschlag auf ägyptische Grenzsoldaten sind in der Nacht zum Mittwoch ... mehr lesen
Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Kairo - Nach dem Angriff an der ägyptisch-israelischen Grenze ist die Zahl der getöteten ägyptischen Soldaten nach Behördenangaben auf 16 gestiegen. Für das Blutbad machte das ägyptische Staatsfernsehen islamistische Extremisten verantwortlich. mehr lesen  1
Massud Barsani (2005)
Massud Barsani (2005)
Irak  Sindschar-Gebirge - Zur Feier der Rückeroberung von Teilen des Sindschar-Gebirges aus den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat der irakische Kurdenpräsident Massud Barsani am Sonntag die karge nordirakische Region besucht. «Wir hatten all diese Siege nicht erwartet», sagte Barsani vor Ort. 
Kurden drängen IS in Nordirak zurück Erbil/Washington - Nach der Durchbrechung des Belagerungsrings um das Sindschar-Gebirge im Nordirak haben kurdische ...
Die IS hält sich zur Zeit im Nordirak auf. (Archivbild)
Kurden starten Offensiven gegen IS im Irak Bagdad/Kobane - Im Nordirak haben kurdische Peschmerga eine neue Offensive ...
Kurdenkämpfer vertreiben IS aus mehreren Orten im Nordirak Erbil/Ain al-Arab - Die Waffenlieferungen des Westens an die ...
Pakistan  Peshawar - Nach dem blutigen Taliban-Angriff auf eine Schule im pakistanischen Peshawar haben ...  
Was für ein Mensch kann ein Kind töten? - Mahnwache in einem Meer von Kerzenlicht beim Anschlagsort.
Mehrere Taliban-Kämpfer in Pakistan getötet Peshawar - Bei Gefechten und einem US-Drohnenangriff in den Stammesgebieten im ...
Pakistan trauert wegen Taliban-Massaker in Schule Peshawar/Kabul - Nach dem Massaker der Taliban in einer Schule hat ... 2
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1101
    Man wird nicht klug aus dem Hin und Her! Zuerst heisst es , Russland sei nicht Partei in dem Konflikt, dann ... heute 20:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2632
    Die... Geldquellen des IS versiegen langsam, da die Raffinerien von der ... heute 16:26
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2632
    Wenn... die russischen Medien sachlich Westpropaganda analysieren und ... heute 13:12
  • jorian aus Dulliken 1534
    Warum Kassandra? Warum schreiben Sie so gerne Verschwörungstheoretiker? Warum wissen ... gestern 03:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1101
    So, Italien will? Ein paar Populisten sind noch lange nicht Italien! Welch ein ... gestern 00:52
  • Kassandra aus Frauenfeld 1101
    Lieber Heinrich Frei Glauben Sie wirklich, irgend jemand liest all diese Links und dazu noch ... Fr, 19.12.14 21:20
  • Kassandra aus Frauenfeld 1101
    Glatte Lüge, nun, von Heiligen ist's ja bekannt, dass sie nicht die Wahrheit lieben! ... Fr, 19.12.14 11:23
  • Kassandra aus Frauenfeld 1101
    Ich würde mich nicht dazu hergeben, an jedem Schweinehund zu lecken! Sorry! Das tun ... Fr, 19.12.14 11:20
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 0°C 2°C leicht bewölkt sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 0°C 3°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 2°C 5°C leicht bewölkt sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern -0°C 7°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 4°C 8°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 0°C 8°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 11°C 13°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten