Israel wird Siedlungen weiter ausbauen
publiziert: Mittwoch, 4. Apr 2012 / 19:57 Uhr
Israelische Siedlung im Westjordanland. (Archivbild)
Israelische Siedlung im Westjordanland. (Archivbild)

Jerusalem - Israel hat den weiteren Ausbau der Siedlungen im Westjordanland und Ostjerusalem angekündigt. Das Wohnungsbauministerium schrieb am Mittwoch den Bau von 1121 Wohnungen in den besetzten Gebieten aus.

9 Meldungen im Zusammenhang
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, er werde auf Empfehlung von Verteidigungsminister Ehud Barak drei illegal errichtete Siedlungen im Westjordanland legalisieren, in denen fast tausend jüdische Siedler leben.

Das Wohnungsbauministerium veröffentlichte Ausschreibungen für 872 Wohnungen in Har Homa im Süden von Ostjerusalem. Weitere 180 Wohnungen sollen demnach in Giwat Seew im Westjordanland und 69 in Katsrin auf den Golanhöhen errichtet werden.

Mehr als 340'000 jüdische Siedler leben im Westjordanland und mehr als 200'000 in Ostjerusalem. Die Annektierung von Ostjerusalem wird international nicht anerkannt. Die UNO betrachtet Siedlungen auf palästinensischem Gebiet auch dann als unrechtmässig, wenn Israel sie erlaubt.

Ostergeschenk für Siedler

Netanjahu erklärte, die Regierung werde bald die erforderlichen Genehmigungen für die gesetzliche Anerkennung der Siedlungen Bruhin, Sansana und Rehalim vorlegen. Für die ebenfalls illegal errichtete Siedlung Ulpana solle zudem eine Lösung gesucht werden.

Israels Oberstes Gericht hatte Anfang Mai entschieden, dass die Siedlung in der Nähe von Ramallah zerstört werden müsse. Von der israelischen Organisation Frieden Jetzt hiess es, Netanjahu wolle den Siedlern «vor dem anstehenden Pessachfest ein Geschenk machen».

Israelische Sicherheitskräfte räumten unterdessen in Hebron eine Etage, in die jüdische Siedler ohne Genehmigung eingezogen waren. 15 Menschen seien aus dem Haus gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Die Regierung hatte den Siedlern, die Ende März ein unbewohntes Stockwerk in einem von Palästinensern bewohnten Hauses besetzt hatten, eine Frist bis Dienstagmittag gesetzt. Die rund 170'000 Einwohner von Hebron leben in einem Dauerkonflikt mit etwa 600 Siedlern.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Die Vereinten Nationen haben eine ihrer ältesten Blauhelmmissionen erneut verlängert. Die Beobachter der ... mehr lesen
Hochposten der Golanhöhen an der syrischen Grenze.
Fehlende Baugenehmigungen. (Symbolbild)
Jerusalem - Israel hat im vergangenen Jahr nach Angaben von ... mehr lesen
Jerusalem - Das oberste Gericht Israels hat den Abriss von fünf illegal errichteten Gebäuden im Westjordanland um 60 Tage ... mehr lesen 1
Beeinflusst die Regierung von Benjamin Netanjahu die Judikative Israels.
Die Siedlungsfrage behindert Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina.
Jerusalem - Die israelische Regierung hat drei illegal errichtete Siedlungen im ... mehr lesen 1
Ramallah/Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie ranghohe palästinensische ... mehr lesen
Benjamin Netanjahu hat nichts davon gesagt, die Siedlungspolitik aufzugeben.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die zuständige Landesdirektorin der Weltbank, Mariam Sherman.
Jerusalem - Die Weltbank hat in diesem Jahr 55 Millionen Dollar als Unterstützung für ... mehr lesen
Jerusalem - Israel hat alle Verbindungen zum UNO-Menschenrechtsrat abgebrochen. Der Rat hatte zuvor beschlossen, die international umstrittene Siedlungspolitik Israels zu untersuchen. mehr lesen  2
Jerusalem - Der Oberste Gerichtshof Israels beharrt auf der Räumung der ältesten und grössten illegalen jüdischen Siedlung im Westjordanland. Die Frist werde bis zum August verlängert, aber die Einhaltung der Gesetze müsse gewährleistet werden, heisst es in der Entscheidung des Gerichtshofs vom Sonntag. mehr lesen 
Genf - Der UNO-Menschenrechtsrat hat am Donnerstag in Genf eine Resolution zu den israelischen Siedlungen angenommen. Die Resolution verlangt, dass eine Kommission die Folgen der völkerrechtswidrigen Siedlungen auf besetztem palästinensischem Gebiet untersucht. mehr lesen 
Palästinenser wollen Nägel mit Köpfen machen.
Palästinenser wollen Nägel mit Köpfen ...
Binnen fünf Wochen  Gaza - Die rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah streben trotz Warnungen Israels die Bildung einer Einheitsregierung an. Der ranghohe Hamas-Führer Ismail Hanija bestätigte in Gaza die Einigung über eine Aussöhnung. 
Wird die von Mahmud Abbas geleitete Selbstverwaltungseinrichtung eventuell aufgelöst?
Verlängerung der Nahost-Friedensgespräche auf der Kippe Ramallah - Neun Monate nach Beginn der Nahost-Friedensgespräche stehen die Verhandlungen auf der Kippe. Für eine ...
Syrien  Washington - Der Bürgerkrieg in Syrien lässt die Zahl der ...  
Die Türkei hat bisher die meisten syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge aufgenommen.
Schweiz soll mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen Bern - Die Schweizer Unterstützung für syrische Flüchtlinge geht dem Hilfswerk Caritas zu wenig weit: ...
Die Caritas fordert von der Schweiz mehr Unterstützung für syrische Flüchtlinge. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 811
    Oh, da ging mir das Fazit durch die Lappen! Mein Schlusssatz sollte lauten: In Tat und Wahrheit haben diese ... heute 18:27
  • Kassandra aus Frauenfeld 811
    Fast alles richtig, liebe Kubra! Ein demokratischer Staat mit Wohlstand der Bürger und Freiheit der ... heute 18:14
  • keinschaf aus Henau 2225
    Wenns denn so wäre... ...dann wäre das aber ganz schlecht für Sie und die anderen ... heute 18:08
  • kubra aus Hawai 2851
    Schon wieder ein Opfer der russischen Propaganda. Begonnen hat das Blutvergiessen am ... heute 17:43
  • kubra aus Hawai 2851
    Schon wieder ein Opfer der russischen Propaganda. Begonnen hat das Blutvergiessen am ... heute 17:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 811
    Volksverdummung oder Weiterbildung? Die SVP sagt, der Volkswille ist unbedingt und immer die höchste ... heute 17:42
  • keinschaf aus Henau 2225
    TERROR Lateinischer Herkunft und bedeutet nichtssagend "Schrecken". Daher wird ... heute 12:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2100
    Was... im Detail in der Ukraine läuft, ist inzwischen nur noch am Rande ... heute 10:18
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 8°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 9°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 10°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 10°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 8°C 21°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 11°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten