Israelische Armee lässt illegale jüdische Siedlungen abreissen
publiziert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 07:46 Uhr

Jerusalem - Die israelische Armee hat mit dem Abbau zweier illegal errichteter jüdischer Siedlungen im Westjordanland begonnen. Etwa tausend Siedler, die gegen den Abbau demonstrierten, seien nach Ankunft der Soldaten abgezogen, berichtete das israelische Radio.

Die Soldaten hätten daraufhin die Wohnwagen der Siedler abgeschleppt.

Die beiden Siedlungen Hawat Gilad und Nofe Nehamia in der Nähe von Nablus standen auf einer Liste von 24 ohne Genehmigung errichteten jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten, deren Abriss Verteidigungsminister Benjamin Ben Elieser angeordnet hatte.

Sicherheitsminister Usi Landau vom rechtsgerichteten Likud-Block bezeichnete den Abriss als Schande. Gegner der Aktion warfen Ben Elieser vor, mit der Aktion lediglich auf die Unterstützung des linken Flügels seiner Arbeitspartei für seine Kandidatur zum Parteivorsitz abzuzielen.

Dort stösst die Zugehörigkeit der Partei zur Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon auf Ablehnung. Der Verteidigungsminister will sich im November zum Parteivorsitzenden wählen lassen.

(sda)

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