Israelischer Raketenangriff in Gaza
publiziert: Dienstag, 30. Mai 2006 / 07:28 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Mai 2006 / 13:18 Uhr

Gaza - Beim ersten tieferen Vorstoss Israels in den nördlichen Gazastreifen seit dem vergangenen Sommer sind in der Nacht vier Palästinenser getötet worden.

Seit Beginn der Intifada (September 2000) starben schon über 5070 Menschen.
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Eine israelische Einheit drang im Gazastreifen bis Beit Lahia vor.

Ein Sprecher des Islamischen Dschihad erklärte, Mitglieder seiner Gruppierung hätten dort einen Raketenangriff auf israelische Grenzorte vorbereitet. Die israelische Einheit reagierte mit einem Vorstoss auf palästinensisches Gebiet.

Die israelische Armee bestätigte den Vorfall. Es sei zu einem Feuergefecht gekommen, sagte eine Sprecherin.

Dabei setzte die Armee auch einen Helikopter ein, der Raketen auf die militanten Palästinenser feuerte. Mindestens 13 weitere Palästinenser wurden verletzt, darunter auch ein Sanitäter und ein Kameramann.

Dschihad hält sich nicht an Waffenstillstand

Es sei das erste Mal seit dem israelischen Abzug im vergangenen Jahr, dass es im Gazastreifen zu einem Feuergefecht von Infanterietruppen mit Extremisten gekommen sei, hiess es. Israel hatte sich im August nach 28 Jahren der Besetzung aus dem palästinensischen Gebiet zurückgezogen.

Die israelische Armee hat ihre Einsätze in den vergangenen Monaten vor allem auf den Islamischen Dschihad konzentriert, der sich nicht an den Waffenstillstand hält.

Israel verlangt von der palästinensischen Regierung, dass sie die wiederholten Raketenangriffe vom Gazastreifen aus unterbindet.

Mindestens zwei weitere Palästinenser getötet

Bei Schusswechseln im Westjordanland im Bereich Nablus und Dschenin wurden in der Nacht mindestens zwei weitere militante Palästinenser getötet. Ein dritter Palästinenser wurde nach palästinensischen Angaben bei Tulkarem von israelischen Soldaten erschossen. Die Armee dementierte dies jedoch.

Nach palästinensischen Angaben gehörte eines der Opfer den El Kuds- Brigaden an, dem bewaffneten Dschihad-Flügel. Bei den beiden anderen Toten handelte es sich um Mitglieder der El Aksa-Brigaden, einer radikalen Gruppe, die lose Verbindung mit der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas hat.

(rr/sda)

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