Ist ein Impfstoff gegen Ebola in Sicht?
publiziert: Sonntag, 5. Jun 2005 / 22:42 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 5. Jun 2005 / 23:35 Uhr

New York - Ein neuer Impfstoff schützt Affen zuverlässig gegen Ebola- und Marburg-Viren. Auf dieser Grundlage hoffen Forscher auch auf eine Impfung für Menschen.

Der Ebola-Virus ist tödlich.
Der Ebola-Virus ist tödlich.
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Ein idealer Impfstoff würde gegen alle vier bekannten Stämme des Ebola-Virus und das Marburg-Virus gleichzeitig wirken, schreiben die Wissenschaftler um Steven Jones von der Universität von Manitoba im kanadischen Winnipeg im Fachblatt Nature Medicine.

Ebola- und Marburg-Fieber brechen in unregelmässigen Abständen in verschiedenen Ländern Zentralafrikas aus. Experten fürchten zudem, dass die Viren als Biowaffe eingesetzt werden könnten.

Eng verwandt

Die Erreger beider Krankheiten sind eng miteinander verwandt und gehören zur Familie der Filoviren. Sie rufen ein hämorrhagisches, also mit Blutungen einhergehendes Fieber hervor. Bislang ist weder ein Impfstoff, noch eine Behandlung für die häufig tödlich verlaufenden Erkrankungen vorhanden.

Die Wissenschaftler kombinierten nun ein für die Affen harmloses Virus mit bestimmten Bestandteilen des Ebola-Virus. Mit diesem Impfstoff immunisierten sie anschliessend sechs Makaken. 28 Tage später infizierten sie die Affen gezielt mit dem Ebola-Virus, um zu überprüfen, ob die Impfung wirkte.

Einzige Spritze reichte

Ebenso gingen die Wissenschaftler im Fall des Marburg-Virus vor. Keiner der Affen entwickelte daraufhin Symptome des Ebola- oder Marburg-Fiebers. Eine einzige Dosis des Impfstoffes hatte einen ausreichenden Impfschutz hervorgerufen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass sich die Viren im Körper der Affen nicht vermehrten.

Seit Oktober vergangenen Jahres grassiert in Angola das Marburg-Fieber. Von 401 bis Ende Mai registrierten Erkrankten starben 335, nach jüngsten Angaben geht die Zahl neuer Fälle zurück. In Kongo-Brazzaville brach im Mai das Ebola-Fieber aus. Experten vermuten den Verzehr von Affenfleisch als Ursache.

(rp/sda)

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