Italien: Täglich bis zu 90 Tote nach Kunstfehlern
publiziert: Dienstag, 24. Okt 2006 / 15:14 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Okt 2006 / 16:08 Uhr

Rom - In Italien sterben täglich 90 Patienten durch Fehler in der ärztlichen Behandlung. Diese Zahl wurde bei einem Medizinersymposium in Mailand genannt.

Durch Ärztefehler kommen mehr Menschen ums Leben als durch Autounfälle, Herzinfarkte und einige Tumorarten.
Durch Ärztefehler kommen mehr Menschen ums Leben als durch Autounfälle, Herzinfarkte und einige Tumorarten.
Kunstfehler sowie organisatorische Probleme in den Spitälern ziehen in Italien jährlich zwischen 14 000 und 50 000 Todesfälle nach sich. Derartige Fehler kosten das Gesundheitssystem 10 Milliarden Euro (rund 16 Mrd. Franken) pro Jahr.

Dies macht rund ein Prozent des italienischen Bruttoinlandsprodukts aus. Durch Ärztefehler kommen mehr Menschen ums Leben als durch Autounfälle, Herzinfarkte und einige Tumorarten. Jedes Jahr werden in Italien 25 000 Klagen gegen Ärzte und Spitäler eingereicht.

«Arztfehler sind zur Sorge Nummer eins für die modernen Gesundheitssysteme geworden», ging aus dem Treffen hervor. In Italien werden jährlich acht Millionen Menschen in Spitäler eingeliefert.

340 000 Patienten verlassen die Spitäler mit Schäden oder Krankheiten, die ausschliesslich auf Kunstfehler oder auf fehlerhafte Dienstleistungen zurückzuführen sind.

Das Thema ist akut geworden, weil die Medizin immer technischer wird. 16,5 Prozent der Fehler werden von Orthopäden und 13 Prozent von Onkologen begangen. Eine hohe Rate wird auch bei Gynäkologen (10,8 Prozent) sowie bei Chirurgen (10,6 Prozent) gemeldet. Die Fehler passieren am häufigsten bei der Diagnose.

32 Prozent der Fehler im Operationssaal

32 Prozent der Fehler werden im Operationssaal gemacht. Doch Mediziner und Personal sind nur für 15 Prozent der Todesfälle verantwortlich. Laut dem Bericht haben Mängel in der Organisation und Verwaltung der Spitäler, Probleme der Sicherheitssysteme und mangelnde Kommunikation zwischen den Ärzten die fatalsten Folgen.

Gesundheitsministerin Livia Turco kündigte eine Untersuchung der Ursachen an. «Wir haben die Pflicht, die Sicherheit der Patienten zu garantieren», so die Ministerin. Sie will ein Komitee für den Schutz von Spitalpatienten einrichten.

(fest/sda)

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