Italien beschliesst Massnahmen gegen Menschen- und Organhandel

publiziert: Donnerstag, 31. Jul 2003 / 13:51 Uhr

Rom - Die italienische Abgeordnetenkammer hat ein Gesetz verabschiedet, mit dem man strengste Massnahmen gegen internationale Schlepperbanden einführen will. Diese bringen täglich Hunderte von Menschen illegal in das Land.

Organhandel wird in Italien härter bestraft.
Organhandel wird in Italien härter bestraft.
Gemäss dem neuen Gesetz wird Menschenhandel als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bewertet und mit Haftstrafen bis zu 20 Jahren bestraft. Dieselben Strafen drohen den Banden, die Frauen als Prostituierte und Kinder als Bettler oder Taschendiebe ausnutzen.

Die Strafen können um einen Drittel verschärft werden, wenn die Opfer Minderjährige sind, oder wenn der Menschenhandel Organentnahme zum Ziel hat.

Denjenigen Opfern, die Menschenhändler anzeigen, wird der italienische Staat Schutz anbieten. Zugleich sollen Informationskampagnen in jenen Ländern starten, aus denen viele Opfer der Menschenhändler stammen.

Gemäss einer Studie ist die Prostitution in Italien ein florierendes Geschäft, das der Organisierten Kriminalität mehr Einnahmen als der Drogenhandel beschert. Neun Millionen italienische Männer seien Kunden von Prostituierten. Der Umsatz dieses Geschäfts habe ungeheure Ausmasse erreicht.

Italiens Frauenministerin Stefania Prestigiacomo appellierte, vor allem Kinder zu schützen. Immer mehr Minderjährige aus so genannten Dritt-Welt-Ländern und aus Osteuropa würden als Bettler von skrupellosen Organisationen eingesetzt.

Allein aus Osteuropa verschwinden jährlich 6 000 Minderjährige, die zur Prostitution gezwungen werden. Auch der Menschenhandel zur Organentnahme sei eine Plage, die Europa aktiv bekämpfen müsse, sagte die Ministerin. Der Menschenhandel sei die abscheulichste Form von Sklaverei.

(bsk/sda)

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