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Italien setzt harten Kurs gegen illegale Einwanderer fort
publiziert: Sonntag, 10. Mai 2009 / 19:20 Uhr

Rom - Italien setzt ungeachtet internationaler Proteste seine harte Linie gegen illegale Einwanderer fort und hat erneut 240 Bootsflüchtlinge nach Libyen zurückgeschickt. Die Flüchtlinge waren in internationalen Gewässern zwischen Malta und Italien aufgegriffen worden.

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Zehntausende Flüchtlinge aus Afrika wagen jedes Jahr die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer.
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Die italienische Küstenwache brachte sie direkt nach Libyen zurück. Innenminister Roberto Maroni von der ausländerfeindlichen Lega Nord sagte dazu: «Dieser harte Kurs wird ganz klar fortgesetzt, bis der Ansturm nachlässt.»

Auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi bekräftigte die neue Linie. Italien habe jedes Recht, die Flüchtlinge zurückzuschicken, so lange sie noch nicht italienischen Boden betreten haben, sagte er am Samstag. Zehntausende Flüchtlinge aus Afrika wagen jedes Jahr die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer.

Nach Afrika zurückgebracht

Erstmals hatte Italien am Donnerstag 227 zuvor von einem italienischen Tanker gerettete Bootsflüchtlinge direkt nach Afrika zurückgebracht. Dagegen protestierte der Vatikan: Diese Praxis «verletzt die internationalen Normen über die Rechte der Flüchtlinge», erklärte Monsignor Agostino Marchetto vom Päpstlichen Rates für Flüchtlinge und Migranten.

Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen forderte, «schutzbedürftigen Flüchtlingen den Zugang nach Europa und zur europäischen Asylrechtsprozedur voll zu gewähren».

Zehntausende Flüchtlinge aus Afrika wagen jedes Jahr die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer.

(li/sda)

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Das wär einer stolzen Nation unwürdig
S'ist einfach so, dass seit Jahren die Flüchtlinge nach italien gespühlt werden, die Italiener die EU und die UNO um Hilfe bitten und nichts geschieht.
Irgend wann hat man es satt, der Aussenposten der EU zu sein, und an der Front zu versauern. Jetzt werden zur Abwechslung die Ablegehäfen direkt zur Kasse gebeten.
Wenn die EU oder die UNO Unterstützung anbieten will - nur zu. Die Italiener sind mehr als bereit, die Boat people nach Deutschland, Südafrika, Holland, Spanien oder wo auch immer zu bringen. Ich weîss allerdings noch von keiner fixen Zusage irgendeines Staates. Sei` s nun Uno oder EU oder die Organisation afrikanischer Staaten oder die vereinigten Araber. Nicht unser Problem, ist die Antwort. Genau deshalb karren die Italiener die Flüchtlinge zurück von da wo sie gestartet sind. Eine Wurzelbehandlung sozusagen.

Asylrecht?
Italien weiss vermutlich nicht wohin mit sovielen Asylbewerbern und hat mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Dann soll der Vatikan seine Ländereien verkaufen und damit die Flüchtlinge verpflegen.
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