Italien wählt
publiziert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 10:14 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 16:01 Uhr

Rom - Fast 50 Millionen Wahlberechtigte entscheiden, ob das Land weiterhin von Ministerpräsident Silvio Berlusconi regiert wird.

Vieles deutet auf einen Regierungswechsel in Italien hin.
Vieles deutet auf einen Regierungswechsel in Italien hin.
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Gegenkandidat des 69-jährigen Berlusconi ist der drei Jahre jüngere frühere EU-Kommissionspräsident Romano Prodi, der ein Mitte-Links- Bündnis anführt. Es wird mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Zur Wahl stehen 630 Abgeordneten- und 315 Senatorensitze.

Experten in Rom schliessen nicht aus, dass es keine klare Mehrheit in den beiden Parlamentskammern geben könnte. Prodi war bereits von 1996 bis 1998 Regierungschef. Damals hatte Prodi Berlusconi nach sieben Monaten an der Regierung aus dem Amt verdrängt.

Dem aktuellen Urnengang ging ein aussergewöhnlich giftiger Wahlkampf voraus. In jüngsten Umfragen, die den Wahlkampfregeln zufolge zuletzt zehn Tage vor der Wahl erhoben wurden, lag die Opposition mit 3,5 bis fünf Prozentpunkten vor dem Regierungslager. Allerdings hatte fast ein Viertel der Befragten bis zuletzt angeben, noch unentschlossen zu sein.

Die Wahl findet an zwei Tagen statt, nachdem es bei der Parlamentswahl 2001 chaotisch zugegangen war. Viele Wähler waren damals erst am Abend an die Urnen gegangen, so dass viele Wahllokale bis in den frühen Morgen geöffnet bleiben mussten. Nun schliessen die Wahllokale am Montag um 15 Uhr. Kurz darauf werden erste Schätzungen und Hochrechnungen erwartet.

Der Urnengang folgt einem im Dezember im Schnellverfahren durchgesetzten Wahlrecht, mit dem Italien zum 1994 abgeschafften Verhältniswahlrecht zurückkehrt.

Gefördert werden wieder breite politische Bündnisse, die jedoch selten stabil sind. Die nächste Regierung wird bereits die 61. in der italienischen Nachkriegszeit sein. Berlusconi ist einsamer Rekordhalter mit fast fünf Jahren ununterbrochener Regierungstätigkeit.

(bsk/sda)

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