Italienische Häftlinge im Hungerstreik
publiziert: Montag, 13. Jan 2003 / 12:59 Uhr

Rom - In Italien hat ein landesweiter Häftlingsprotest begonnen. Die Sträflinge in den grössten Haftanstalten des Landes führen einen Hungerstreik für einen Strafnachlass durch. Vom Nachlass könnten 10 000 Inhaftierte profitieren.

Papst verlangt bessere Haftbedingungen.
Papst verlangt bessere Haftbedingungen.
Mit der Protestaktion sollen bessere Haftbedingungen in den übervölkerten Gefängnissen Italiens erreicht werden. Die Häftlinge fordern die rasche Verabschiedung eines im Parlament diskutierten Projekts für einen Strafnachlass, das die italienischen Parteien spaltet.

Gemäss Statistik des römischen Justizministeriums sitzen derzeit 15 000 Sträflinge mehr im Gefängnis, als Haftplätze vorhanden sind. Mindestens 10 000 sollten frei kommen, damit die Haftbedingungen erträglicher werden. Aktuell verbüssen 57 000 Verurteilte ihre Strafen in den Haftanstalten.

Die Linke drängt auf die Verabschiedung eines Strafnachlasses als einzigen Weg, um die Haftanstalten zu entlasten und die Lebensbedingungen darin zu bessern. Zugleich fordern sie den Bau neuer, menschlicherer Strukturen für die Häftlinge.

Der Debatte über den Strafnachlass hat in Italien durch den Papst einen neuen Impuls erhalten. Bei seinem historischen Besuch in der römischen Abgeordnetenkammer im November hatte er die italienischen Parlamentsmitglieder aufgefordert, den Gefangenen ein Zeichen der Milde zu gewähren.

Die Gesetzgeber müssten dafür Sorge tragen, dass auch im Haftwesen die Menschenwürde gewahrt werde und Haft nicht nur als Bestrafung gelte, sagte Papst Johannes Paul II.

Daraufhin hatte sich Regierungschef Silvio Berlusconi bereit erklärt, die Debatte über einen Strafnachlass in die Wege zu leiten. Sein Bündnispartner, die rechtspopulistische Lega Nord, wehrt sich jedoch heftig gegen den Strafnachlass. Ein Strafnachlass stehe nicht im Wahlpakt, den die Lega mit Berlusconi abgeschlossen hatte.

(bert/sda)

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