Gegen 300 chinesische Staatsbürger
Italienische Justiz ermittelt gegen Bank of China wegen Geldwäsche
publiziert: Sonntag, 21. Jun 2015 / 19:17 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Jun 2015 / 20:01 Uhr
Laut den 2008 eingeleiteten Ermittlungen mit dem Namen «River of Money» nutzten die Verdächtigen für die Überweisungen das Transfersystem Money2Money (M2M). (Archivbild)
Laut den 2008 eingeleiteten Ermittlungen mit dem Namen «River of Money» nutzten die Verdächtigen für die Überweisungen das Transfersystem Money2Money (M2M). (Archivbild)

Rom - Die italienische Justiz hat gegen die Bank of China Ermittlungen wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung eingeleitet. Staatsanwälte in der Toskana ermitteln gegen rund 300 chinesische Staatsbürger sowie gegen die Mailänder Niederlassung der Bank.

2 Meldungen im Zusammenhang
Die Verdächtigen sollen laut italienischen Medienberichten aus illegalen Geschäften stammendes Geld von Italien nach China transferiert haben. In der Toskana lebt eine grosse chinesische Gemeinde, die in den vergangenen Jahren wegen des Betriebs von Textilfabriken mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Verruf geriet.

Unter Berufung auf die Staatsanwälte in Florenz hiess es in den Medienberichten, das nach China transferierte Geld habe aus der Ausbeutung illegaler Arbeitskräfte, Geldfälschungen und Steuerhinterziehung gestammt. Die Bank of China habe für die Überweisungen mehr als 750'000 Euro an Provision kassiert.

Transfersystem Money2Money

Laut den 2008 eingeleiteten Ermittlungen mit dem Namen «River of Money» nutzten die Verdächtigen für die Überweisungen das Transfersystem Money2Money (M2M). Der Zeitung «La Repubblica» zufolge wurden so zwischen 2006 und 2010 mehr als 4,5 Milliarden Euro von Italien nach China geschmuggelt. 2,2 Milliarden Euro davon seien über die Mailänder Niederlassung der Bank of China geflossen.

Um die Transfers zu kaschieren, wurden den Berichten zufolge stets Summen von weniger als 2000 Euro nach China überwiesen. Ein Richter muss nun darüber entscheiden, ob Anklage erhoben wird.

Die toskanische Stadt Prato, die auch «Italiens China-Town» genannt wird, war 2013 in die Schlagzeilen geraten, als dort bei einem Brand in einer Textilfabrik sieben Menschen ums Leben kamen. Viele Chinesen, die vor rund 20 Jahren als Arbeitskräfte eingewandert waren, haben in Prato ihre eigenen Geschäfte oder Fabriken eröffnet.

(flok/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Shanghai - Die chinesischen Behörden haben beim Kampf gegen Schattenbanken ... mehr lesen
Es wurden etwa 60 Milliarden Euro ins Ausland überwiesen.
Den vier Beschuldigten wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen.(Symbolbild)
Prato - Nach dem tödlichen Brand in einer Textilfabrik in der toskanischen Stadt Prato sind Ermittlungen gegen vier Chinesen aufgenommen worden. Darunter ist die Eigentümerin der ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten ... mehr lesen
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 2°C 4°C gewittrige Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Basel 3°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt
St. Gallen 1°C 1°C gewittrige Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Bern 2°C 4°C gewittrige Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Luzern 3°C 4°C immer wieder Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Genf 4°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten