Italienische Linksparteien mit Wahlbündnis
Italienische Linksparteien schliessen Wahlbündnis
publiziert: Sonntag, 14. Okt 2012 / 16:15 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 14. Okt 2012 / 16:33 Uhr
PD-Chef Pier Luigi Bersani gilt als aussichtsreichster Premierkandidat der Linken.
PD-Chef Pier Luigi Bersani gilt als aussichtsreichster Premierkandidat der Linken.

Rom - Italiens Linksparteien rüsten sich für die Parlamentswahl im kommenden Frühling: Die Demokratische Partei (PD), die Sozialisten und die Linksgruppierung SEL einigten sich auf ein Manifest, in dem Beschäftigung, umweltverträgliche Entwicklung und Kampf gegen Populismus im Vordergrund stehen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Das Linksbündnis erklärte sich zu Wahlallianzen mit gemässigten und reformorientierten Parteien bereit, die sich an europäische Ideale inspirieren. «Ziel ist, für die Demokratie und für Europa zu arbeiten, Ideale, an denen populistische Kräfte rütteln», heisst es im Manifest.

Für Debatten sorgte der Beschluss, sich verstärkt für die Zivilrechte der Homosexuellen einzusetzen. Dies könnte eine Ausdehnung der Allianz auf Zentrumsparteien erschweren, die sich gegen die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften in Italien wehren.

Die Schwergewichte der Linken rüsten sich in Hinblick auf Vorwahlen, bei denen der Premierkandidat der Linken für die Parlamentswahl bestimmt werden soll. An der Urabstimmung am 25. November dürfen nicht nur Parteimitglieder, sondern alle Bürger teilnehmen.

PD-Chef Bersani gilt als Favorit

Als aussichtsreichster Kandidat geht PD-Chef Pierluigi Bersani ins Rennen. Bersani wäre als Vorsitzender der zweitstärksten Partei im italienischen Parlament zwar der natürliche Spitzenkandidat der Gruppierung. Doch der 60-Jährige hat eingewilligt, sich Vorwahlen zu unterziehen, um den Wählern die Möglichkeit zu geben, selbst den Premierkandidaten zu bestimmen.

Bersanis gefährlichster Rivale ist der 37-jährige Bürgermeister von Florenz, Matteo Renzi. Er gilt als Hoffnungsträger einer jungen Generation von Mitte-links-Politikern. Er beansprucht nicht nur den Spitzenposten in seiner Partei, er will einen Generationenwechsel in der italienischen Politik in die Wege leiten.

Weniger Erfolgsaussichten werden dem dritten Kandidaten im Rennen um die Spitzenkandidatur Niki Vendola eingeräumt. Der 1958 in Bari geborene Präsident der süditalienischen Region Apulien steht an der Spitze der SEL (Linke, Umwelt und Freiheit). Er ist bekennender Homosexueller, stolz auf seine politische Geschichte in der Kommunistischen Partei und setzt sich für soziale Fairness und Zivilrechte ein.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rom - Das Mitte-Links-Bündnis in Italien geht wie erwartet mit dem Vorsitzenden des Partito Democratico (PD), Luigi Bersani, als ... mehr lesen
Pier Luigi Bersani ist Spitzenkandidat in Italien.
Silvio Berlusconi kandidiert nicht mehr für das Amt des Premiers.
Rom - Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi verzichtet auf seine ... mehr lesen
Bern - Mehrere linke Organisationen ergreifen gegen das revidierte Asylgesetz das Referendum. Das haben sie am ... mehr lesen 8
Andreas Lustenberger, Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz, sagte, es habe keine Abstimmung gegeben.
Marine Le Pen will sich für die Region Nord-Pas-de-Calais/Picardie einsetzen.
Marine Le Pen will sich für die Region ...
Spitzenkandidatin  Arras - Die Chefin von Frankreichs m Partei Front National (FN), Marine Le Pen, tritt bei den Regionalwahlen im Dezember an. Sie werde die FN-Liste in der nordfranzösischen Region Nord-Pas-de-Calais/Picardie anführen, sagte Le Pen am Dienstag bei einem Auftritt in Arras. 
Jean-Marie Le Pen hatte die Front National rund vier Jahrzehnte angeführt.
Le Pen kämpft vor Gericht gegen «seine» Partei Paris - Der Gründer des rechtsextremen Front National (FN) in Frankreich, Jean-Marie Le Pen, geht gerichtlich gegen die ...
Jetzt kandidiert die Nichte von Le Pen Paris - Die Parteiführung von Frankreichs rechtsextremer Front National (FN) hat ...
Burundi  Bujumbura - Die Parlamentswahl in Burundi ist von Granatenangriffen und Boykottaufrufen überschattet worden. In einigen Wahllokalen standen am Montag vor allem Soldaten und Polizisten zur Stimmabgabe an.  
Neben den Parlamentsabgeordneten sollen die 3,8 Millionen Wahlberechtigten in Burundi auch Gemeinderäte bestimmen. (Symbolbild)
Umstrittene Parlamentswahl in Burundi Bujumbura - In Burundi haben am Montag ungeachtet von Kritik und Unruhen die Parlaments- und Kommunalwahlen begonnen. Die Wahllokale ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    In einigen Jahren auch in Ihrer Umgebung Der Daesh (IS) breitet sich auch in Europa rasant aus. Nicht nur über ... heute 13:03
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Der... Iran ist wahrscheinlich die zukünftige Regionalmacht in der ... heute 12:11
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Es... heisst immer wieder, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... gestern 15:28
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Oder die Afrikaner übernehmen nach und nach unsere Banken und retten Afrika. Heute hat der ... gestern 13:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Genau... wie erwartet will den Donbass dem Grunde nach niemand mehr, weil er ein ... gestern 12:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Afrikas Bevölkerung wird sich verdoppeln Es ist ja nett, diese emotionalen Szenen aus Afrika zu publizieren, ... gestern 11:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Feld für Rechstradikale Jetzt können Sie hetzen, zombie und sich erst noch ein besorgtes ... gestern 00:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Europa als nächstes Schlachtfeld! Man weiss längst welche Routen IS-Schläfer benutzen, um nach Westeuropa ... Di, 30.06.15 07:49
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 21°C 28°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 16°C 30°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 21°C 31°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 18°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 20°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 19°C 35°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 22°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten